Mo., 13.02.12

Wetterchaos Schnee bremst Europäer aus

Artikel vom 21.12.2009

Fast ganz Europa ist von einer weißen Schneedecke bedeckt. Das passt eigentlich perfekt zur Adventszeit. Doch viele Menschen kommen ob der weißen Pracht gar nicht erst vom Fleck.

Schneefälle haben in der Nacht den Verkehr vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern behindert. Doch nicht nur Deutschland hat der Wintereinbruch hart getroffen. Auch in Spanien blockiert der Schnee viele Hauptverkehrswege.

Unzählige Flüge gestrichen

Das Winterwetter hat auch am Morgen weiter zu Behinderungen im Luftverkehr geführt. Am Frankfurter Flughafen wurden bereits 42 Starts und Landungen gestrichen. Am Düsseldorfer Flughafen, der am Sonntag fast den ganzen Tag über wegen Schnees geschlossen war, normalisierte sich die Lage allmählich wieder.

Dennoch seien bereits wieder einige Starts und Landungen abgesagt worden, erklärte ein Sprecher. Es sei nur eine von zwei Bahnen in Betrieb. Viele Flüge seien zudem verspätet. Am Sonntag waren rund 400 Flüge und tausende Passagiere von der Schließung betroffen gewesen.

Der Frankfurter Flughafen rechnete mit weiteren Schwierigkeiten wegen des Wetters im Lauf des Tages. Ab dem Mittag werde erneut Schneefall erwartet, erklärte der Verkehrsleiter. Dann werde die Lage wieder komplizierter. Die Flugausfälle am Morgen seien vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Maschinen am Sonntag nicht hätten starten können und deshalb nicht wie geplant am Montag zurückkehren könnten.

20 kilometerlange Staus

In Nordrhein-Westfalen war die Autobahn 1 bei Burscheid gesperrt. Außerdem ruhte der Verkehr auf der A 3 zwischen Mettmann und Autobahnkreuz Hilden sowie auf der A 45 zwischen Hagen und Lüdenscheid. Auf der A 1 staute sich der Verkehr in der Nacht auf bis zu 20 Kilometer. Erst gegen Morgen entspannte sich die Lage etwas. Ein besonderes Problem waren liegengebliebene Fahrzeuge.

In Bayern führten starke Schneefälle und Glätte zu zahlreichen Unfällen. In Niedersachsen kippten im Schneetreiben mehrere Lastwagen um. Nach Angaben der Autobahnpolizei verunglückten auf der Autobahn 7 in Großburgwedel bei Hannover zwei Lastwagen. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Die Autobahn musste voll gesperrt werden.

Kältetote in Österreich

Auch im schneegewöhnten Österreich hat der eisige Winter Opfer gefordert. Auf dem Heimweg von verschiedenen Feiern sind am Wochenende drei Menschen bei eisigen Temperaturen erfroren. Schnee und Temperaturen teils unter minus 20 Grad legten in manchen Teilen des Landes den Autoverkehr lahm. Auch Eisenbahnen hatten Probleme und es kam zu erheblichen Verspätungen. Rund um Salzburg sorgte am Morgen viel Neuschnee für Chaos auf den Straßen.

Streiks und Schnee haben Frankreich im Griff

Für gut ein Fünftel Frankreichs gab der Wetterdienst erneut eine Schneewarnung heraus. Die Pariser Flughafengesellschaft rief die Fluggesellschaften auf, 20 Prozent der Flüge zu streichen. Am Sonntag waren sogar bis zu 40 Prozent ausgefallen. 

Stark betroffen bleibt auch der Autoverkehr. Vor allem im Nordosten Frankreichs erschweren Schnee und Eis vielerorts das Vorankommen, zumal viele Franzosen im warmen Herbst nicht an Winterreifen gedacht hatten.

In Paris wird die Verkehrslage weiter durch einen Streik der meistbefahrenen S-Bahn Europas, der RER-A, beeinträchtigt. Normalerweise nutzen täglich rund eine Million Fahrgäste die Strecke. Viele Franzosen nehmen freie Tage, um dem Streikchaos zu entgehen.

Madrid ist eingeschneit

Auf den wichtigsten Zufahrtsstraßen zur spanischen Hauptstadt brach nach heftigen Schneefällen der Verkehr völlig zusammen. Die Behörden appellierten eindringlich an die Madrilenen und die Bewohner der umliegenden Ortschaften, die Autos stehen zu lassen.

Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn von Madrid nach Sevilla, Málaga und Barcelona musste der Zugverkehr zeitweise unterbrochen werden. Auf dem Flughafen Madrid-Barajas wurden mehrere Flüge abgesagt. In der Nacht war in Nordspanien in Burgos eine Temperatur von minus 17 Grad und in León von minus 15 Grad gemessen worden.

sis/iwi/reu/news.de/ddp/dpa/ap
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Wetterchaos: Schnee bremst Europäer aus » Gesellschaft » Nachrichten

URL : http://www.news.de/gesellschaft/855037536/schnee-bremst-europaeer-aus/1/
Schlagworte:
Abgesagt, Angaben, Angèle, Ausgefallen, Autobahn, Autobahnkreuz, Autobahnpolizei, Autos, Autoverkehr, Bahn Karl-Peter, Bahn Randlagen, Bahn SNCF, Bahn Weltkulturerbe, Bahnen, Barcelona, Bayern, Behinderungen, Behörden, Betrieb, Bewohner, Brach, Bremst, Burgos, Chaos, Claudia Lahm, Cornelius Brach, Deutschland, Dirk Winter, Düsseldorfer, Eis, Eisenbahnen, Entspannte, Fahrzeuge, Feiern, Fleck, Flugausfälle, Flüge, Flughafen, Flughafengesellschaft, Frankfurter, Geführt, Gegend, Gemessen, Glätte, Gonzalez Spanien, Grad, Großburgwedel, Hagen Kronjäger, Hagen Ludwigsburg-LTi, Hagen Rether, Hannover, Hauptstadt, Heimweg, Hochgeschwindigkeitsstrecken, Joe Hart, Kälte, Kilometer, Komplizierter, Lage, Landes, Landungen, Lastwagen, Lauf, León Franz, León Gabriele, León Kristian, León Michel, León Norbert, León Pepe, León Robert, León Stefano, León Tom, León1015, León1017, León1057, León1097, León1156, León1455, León1556, León1576, León668, León669, León789, León809, León997, Lüdenscheid, Luftverkehr, Madrid, Madrilenen, Maschinen, Mauri Spanien, Menschen, Met Sevilla, Mettmann, Mittag, Montag, Nacht, Neuschnee, Niedersachsen, Nina Hagen, Nord Bremst, Nordrhein-Westfalen, Nordspanien, Oberfranken, Oberpfalz, Onnen Hannover, Opfer, Ortschaften, Österreich, Passagiere, Passt, Perez Ausgefallen, Personen, Petra Winter, Polizeiangaben, Pracht, Problem, Probleme, Salzburg, Schließung, Schnee, Schneefall, Schneefälle, Schneefällen, Schnees, Schneetreiben, Schwierigkeiten, Seien, Seven Unterbrochen, Sevilla, Sobiech Hannover, Sonntag, Spanien, Spaniens, Spanischen, Sprecher, Starten, Starts, Stau, Staus, Straßen, Streichen, Tag, Tausende, Temperatur, Temperaturen, Unfälle, Unfällen, Unterbrochen, Verkehr, Verkehrslage, Verkehrsunfällen, Verspätet, Verspätungen, Verunglückten, Vielerorts, Vorankommen, Wetterchaos, Wetters, Wien Paris, Winter, Wintereinbruch, Winterwetter, Wochenende, Zufahrtsstraßen, Zugverkehr,
Leserkommentare (2)
  • Kommentar: 2
  • 21.12.2009 15:40
von
ragnaroekr

Und da wollten es die demokratischen Kräfte kälter. Trutzburg Demokratie. Was machen jetzt unsere Verschmutzungsrechte? Sind die noch valide. Übrigens war Gröfaz auch schon auf das Klima herein gefallen. Er hat den russischen Winter heiß geredet. Was macht denn der Eisbär? Wird er zur Landplage, wenn es kälter wird? Auf den Treibhauseffekt ist also auch kein Verlass mehr. Der Bursche verhält sich richtig trotzig. Er ist des Klimas Gipfel. Ihm ist kräftig einzuheizen, Roden und abholzen, dann klappts vielleicht wieder. Die Politik hat von jeher den Pflanzen misstraut.Diese C0 2 Schlucker.

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  • Kommentar: 1
  • 21.12.2009 15:27
von
Schwarzwutz

Jetzt haben wir also den ersten Beweis, wie notwendig ein Erfolg in Kopenhagen gewesen wäre. Kaum passiert, was passieren mußte, nämlich, dass diese Unsinnkonferenz gescheitert ist, dann spielt das Wetter wirklich wie auf Besetllung verrückt. Unsinn. Wetterchaos? Meine Damen und Herren stellen sie sich vor, es ist Winter und es hat geschneit. Das soll es doch tatsächlich geben. Und natürlich sind wir jetzt alle geschockt und schuld ist natürlich die Klimakatastrophe. Wie wäre es eigentlich, wenn wir uns in unserem Verhalten, ganz ohne Konferenz, dem Wetter anpassen würden.

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