Ein Bauer aus Rheinland-Pfalz fand laut Medienberichten sein Hausschwein tot im Stall. In dem Tier wurde das H1N1-Virus nachgewiesen. Gefahr für den Menschen bestehe jedoch nicht.
«Es besteht kein Grund zur Aufregung», betonte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Margit Conrad (SPD). Menschen könnten sich nicht durch Schweinefleisch-Produkte infizieren. Ein Befund bei Schweinen sei bei der großen Zahl erkrankter Menschen zu erwarten gewesen.
Das Schwein in Rheinland-Pfalz hat sich laut Ministerium vermutlich bei einem Menschen angesteckt. Laut einem Bericht der Bild stellte ein Tierarzt bei ihm Anzeichen einer Lungenentzündung sowie Herz- und Leberveränderungen fest.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte zuvor neue Impfempfehlungen gegeben. Demnach genügt für Kinder von sechs Monaten bis neun Jahre eine halbe Erwachsenendosis. Bei Menschen ab zehn Jahren reicht eine einmalige Impfung aus. Zudem empfahl die STIKO die Impfung weiterer Menschen. Nach dem medizinischen Personal und chronisch Kranken solle nun in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe stufenweise die gesamte Bevölkerung geimpft werden.
Dabei sollen zunächst Kontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen eine Spritze bekommen - zum Beispiel Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahren. Später seien Menschen von 25 bis 59 Jahren und dann alle über 60-Jährigen dran.
Die Zahl der Schweinegrippe-Erkrankungen bei Menschen in Deutschland bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Zwar habe es in der vergangenen Woche weniger neue Fälle gegeben, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.
Ob damit der Höhepunkt der aktuellen Grippewelle bereits überschritten sei, könne aber erst im Verlauf der nächsten Wochen bewertet werden. Die STIKO verweist darauf, dass eine Impfung in jedem Fall noch lohnt, denn nach Erreichen des Scheitelpunkts einer Welle träten in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle auf wie davor.
ped/mat/news.de/dpa
Arme Sau !
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