Telefonwerbung

Freikaufen bringt's nicht

Zahlen, um sich vor Telefonwerbung zu schützen? Eine zweite Generation von Telefonpiraten nutzt die Genervtheit der Leute aus und bietet kostenpflichtige Verträge gegen den Telefonterror an - angeblich im Namen der Verbraucherzentralen. Alles Lüge.

Lester Maul (Was ist das?)

Mich rufen Telefonwerber höchstens einmal an. Wirklich! Muß wohl an meiner freundlichen, ruhigen Art liegen, in der ich mit denen rede.

Warum die Verbraucherzentralen ihnen Verträge zum Schutz vor nerviger Telefonwerbung anbieten wollen, haben sich in den vergangenen Tagen etliche Verbraucher gefragt. Und entnervt die Zentralen konsultiert. Durch Überweisung einer bestimmten Summe sollten die Bürger angeblich auf eine Werbesperrliste eingetragen werden, warnt nun die Verbraucherzentrale Sachsen.

«Wir gehen natürlich weder durch Anrufe noch durch persönliche Anschreiben auf Verbraucher zu, um sie zum Abschluss von Verträgen zu bewegen», wies Bettina Dittrich von der Verbraucherzentrale den Vorwurf zurück. Man arbeite auch nicht mit den entsprechenden Unternehmen zusammen, betonte sie.

Der Trick der Ganoven liegt darin, das Vertrauen des entnervten Kunden zu gewinnen. Dies gelingt zum einen durch die Nennung der Verbraucherzentrale und zum anderen dadurch, dass sie ihre Nummer nicht unterdrücken. Die 032223323987 ist zwar zu sehen, aber nicht nachzuverfolgen. Hinter ihr versteckt sich nämlich keine regionale Vorwahl, sondern eine bestimmte Service-Nummer.

Wer unerlaubte Anrufe feststellt, kann sie im Internet der Bundesnutzeragentur in ein Formular eintragen. Die Verbraucherzentrale Sachsen berät unter (0900) 1797777 montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr die Telefonnutzer, die einem solchen Vertrag bereits zugestimmt haben.

iwi/kat/news.de
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