Vor fünf Monaten gingen Schüler und Studenten schon einmal auf die Straße, um lautstark gegen die Bildungsmisere zu protestierten. Jetzt rollt die zweite Welle, damit die neue Bundesregierung sich nicht länger hinter Worten versteckt.
Der Bildungsstreik geht in eine neue Runde. Zentrale Hörsäle in elf Universitäten sind bundesweit bereits besetzt, am 17. November soll ein Aktionstag auch international für Aufsehen sorgen. Zudem ist eine Blockade der Kultusministerkonferenz am 10. Dezember geplant. Ein «heißer Herbst» stehe bevor, kündigten Studenten und Schüler des deutschen Bildungsstreikbündnisses in Berlin an.
«Wir fordern selbstbestimmtes Lernen, freien Hochschulzugang, Demokratie an allen Studieneinrichtungen und bessere Lernbedingungen», sagte Michael Dunker, Student an der Universität Münster. Der sogenannte Bologna-Prozess zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens müsse infrage gestellt werden. Die Reaktionen auf die Bildungsproteste im Sommer seien zu gering ausgefallen - es habe keine echten Veränderungen im bestehenden Bildungssystem gegeben.
Bereits im Juni hatten Tausende Schüler und Studenten in ganz Deutschland mit Demonstrationen und Blockaden bessere Bildungsbedingungen gefordert. Nun soll ein europaweiter Protest der Kritik Nachdruck verleihen. «Wir wollen die Bildungspolitiker nachsitzen lassen - vielleicht wird ihnen dann klar, dass sich etwas ändern muss», sagte Dunker. Auch Schüler wollen sich an den neuen Protesten beteiligen.
ham/iwi/news.de/ddp
Die Regierung lässt sich in Sachen Bildung leider von den Lobbyisten der Bertelsmannstiftung beraten. Diese Stiftung ist ein Neoliberaler think-tank, der am liebsten alles privatisieren möchte (lat. Privare: Beraubung) auch die Universitäten! Dies macht Bertelsmann unter anderem über den Umweg des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung). Die Schäden dieses neoliberalen think-tanks werden unter anderem hier dokumentiert: www.bertelsmannkritik.de oder: www.anti-bertelsmann.de Diese sog. Stiftung sollte nicht gemeinnützig sein, denn sie ist unsere Bildung gefährlich!
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