Nach Warnungen vor einer neuen Schweinegrippe-Welle gab es zum Wochenbeginn mancherorts einen Ansturm auf die Impfstellen. Ungefährlich ist der Pieks jedoch nicht immer. In Düsseldorf erlitt ein Mann einen lebensgefährlichen Immunschock.
Er habe den etwa 30 Jahre alten Mann binnen 90 Sekunden behandeln müssen, um ihn zu retten, sagte der Arzt Christian Wittig und bestätigte damit Medienberichte. Anschließend habe er den Patienten vorsorglich in ein Krankenhaus bringen lassen, das er aber nach kurzer Zeit wieder habe verlassen können. Eine solche Überreaktion «kann bei jeder Impfung auftreten», sagte Wittig.
Zu dem Vorfall sei es am Samstag gekommen. Der Impfpatient habe nach der Spritze mit dem Serum Pandemrix plötzlich Bluthochdruck bekommen, der Puls sei gestiegen und er sei in Atemnot geraten. «Der Patient war jung und gesund», betonte Wittig. Wahrscheinlich handele es sich in Deutschland um den ersten Fall eines lebensbedrohlichen, sogenannten anaphylaktischen Schocks nach einer Schweingrippe-Impfung. Zugleich warnte der Arzt, dass die Impfwilligkeit der Bevölkerung nicht leiden dürfe.
Am Montag kamen fast 1000 Menschen in die zentrale Impfstelle von Düsseldorf, sagte der Sprecher des Gesundheitsamts, Michael Bergmann. Auch am Dienstag werde die Zahl der Impfwilligen «mit Sicherheit über 1000» liegen. Vor der ehemaligen Notfallpraxis bildeten sich Schlangen bis auf den Parkplatz. In der vergangenen Woche waren insgesamt nur 2000 Menschen im Düsseldorfer Zentrum immunisiert worden.
Auch im Saarland, wo in der vergangenen Woche ein fünfjähriger Junge gestorben war, ließen sich viele Menschen impfen. Die dort am vergangenen Mittwoch begonnene Impfung werde gut angenommen, sagte Gesundheitsminister Gerhard Vigener (CDU). Nach einem langsamen Start bestellten die Hausärzte in Hessen immer häufiger die für sie geltende Höchstmenge zur Impfung von 100 Patienten, sagte der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes Peter Homann. Auch in Bayern herrschte in manchen Arztpraxen reger Andrang, in anderen war er allerdings gering. In Niedersachsen war die Impfung gegen die Schweinegrippe schleppend angelaufen.
Skeptische Ärzte
Ärzte wie der Karlsruher Allgemeinmediziner Matthias Frank sind noch skeptisch: «Viele meiner Kollegen und ich sind selbst nicht geimpft, und wir haben auch noch keine Patienten geimpft», sagte er. Frank kritisierte auch, dass etwa das Robert Koch-Institut (RKI) von einer zweiten Welle der Schweinegrippe spreche. Dabei sei unklar, wie viele Menschen eigentlich mit dem H1N1-Virus infiziert seien. Zum sicheren Nachweis sei aus seiner Sicht ein teurer Test nötig, den die Krankenkassen jedoch nicht bezahlten.
Etliche Klassen und Schulen in Deutschland mussten unterdessen wegen kranker Schüler und Lehrer schließen. Die betroffenen Schulen in Niedersachsen hätten zum Teil Probleme, den Lehrplan aufrechtzuerhalten, sagte die Vorsitzende des Landes-Schulleitungsverbandes, Helga Akkermann. In Sachsen-Anhalt wurden zwei Schulen wegen der Schweinegrippe geschlossen. In Fulda (Hessen) bekamen mehrere Klassen frei.
Tennisprofi Thomas Haas hat sich inzwischen von seiner Schweinegrippe-Infektion erholt. Die Symptome habe Haas relativ schnell überwunden, was seiner Fitness geschuldet sei, erklärte der Team-Arzt der deutschen Davis-Cup-Mannschaft, Erich Rembeck.
Das RKI hatte in der vorletzten Oktoberwoche rund 3100 Fälle der Neuen Grippe in Deutschland registriert, in der Woche davor waren es 1200 weniger.
Auch in anderen Ländern steigt die Zahl der Grippefälle und -toten stark an: In der Türkei hat sich die Zahl der Gestorbenen binnen eines Tages auf neun Menschen mehr als verdoppelt. Südkorea rief wegen der Ausbreitung der Schweinegrippe die höchste Grippe-Alarmstufe aus, so dass sämtliche Behörden zum Durchsetzen der Grippebekämpfung mobilisiert werden können. In der vergangenen Woche wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Seoul im Durchschnitt 8857 neue Fälle pro Tag registriert. Das waren mehr als doppelt so viele wie in der Woche davor. Insgesamt 42 Menschen seien gestorben.
iwe/iwi/news.de/dpa
http://www.anti-zensur.info/frames/Videos.html#
jetzt antwortenKommentar meldenWir hätten unser Kind beinahe nach den empfohlenen Impfungen verloren. Einmal im 3. Lebensmonat (6-fach)und dann im 6. (3-fach)und das nur weil wir auf drängende Ärzte gehört haben. Wir können heute nur warnen!!! Sollte es zum Impf-Schaden kommen, bekommt man hier kein Recht, obwohl wir eindeutige Gutachten vorliegen haben. So bleiben die Statistiken schön sauber. Die Medien sind unehrlich und erzeugen planmäßig Angst und diese wird u.a. von Ärzten ausgenutzt. In jeder Impfung sind bis zu 120 Zusatzstoffe enthalten Formaldehyd, Quecksilber..).>> http://www.anti-zensur.info/frames/Videos.html#
jetzt antwortenKommentar meldenja guten morgen habe am montag die schweinegrippe impfung bekommen und mein mann auch und zwei kinder von 15 und 14 jahren und jetzt hab ich noch ein sohn von 11 und mein enkel von einem jahr weiss jetzt nicht was ich tun soll habe angst das da was geschieht mein sohn von 11 jahren ist sehr entfindlich mit grippe ja und die kleine von einem jahr ich weiss nicht was ich tun soll lg frau albrecht
jetzt antwortenKommentar meldenAbsolut lesenswertes zum Thema Schweingrippe und Klimawandel gibt´s hier: http://newstopaktuell.wordpress.com/category/marchen-aus-dem-hause-von-und-zu-schweinegrippe-und-klimawandel/
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