Gute-Nacht-Geschichten fallen ins Mami-Ressort
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 02.11.2009
Für die kindliche Entwicklung ist Vorlesen enorm wichtig. Nicht nur, weil es der Bindung zwischen Eltern und Kindern guttut. Es geht auch darum, die Sprache zu entwickeln, Fantasie anzuregen, Konzentration zu fördern. Daran glauben auch 76 Prozent aller Väter.
Trotzdem lesen die Papas selten vor, wie eine aktuelle Studie der Stiftung Lesen, der Zeitung Die Zeit und der Deutschen Bahn belegt. Dabei seien männliche Vorleser besonders für die Entwicklung von Jungen wichtig.
Unter anderem hat die Untersuchung lesebegeisterte Kinder befragt, ob ihnen der Unterricht in der Schule leicht falle. Mehr als ein Drittel der 9- bis 13-jährigen bejahte dies. Rund die Hälfte der Kinder - sowohl aus unteren als auch aus sozial gehobenen Schichten - erklärte, es sei mal leichter und mal schwerer.
Unter den befragten Eltern ist die Hälfte überzeugt, dass Vorlesen die Lesefreude der Kinder steigere. Die Eltern waren umso überzeugter davon, je älter sie sind. Trotzdem bleibt das Vorlesen Hauptaufgabe der Mütter. Rund 73 Prozent der befragten Kinder gaben an, dass die Mütter am meisten vorlesen. Bei nur acht Prozent sind es die Väter.
Die Männer begründeten das mit der höheren Vorlesekompetenz der Frauen und den Vorleservorlieben ihrer Kinder. Häufig gaben die Väter aber auch an, keine Zeit oder beim Freizeitverhalten andere Prioritäten zu haben - also lieber Sport zu treiben oder zu basteln. Einen der Väter hielten beispielsweise abendliche Vereinspflichten davon ab, Zeit mit seinen Kindern und Büchern zu verbringen. Einem anderen waren aktivere Betätigungsfelder wichtiger. Vielfach sei es aber auch nur die Gewohnheit, dass die Mütter in die Vorleserolle schlüpfen.
Doch gerade bei den Vätern, die unter der Woche keine Zeit hätten, zeigt sich an den Wochenenden ein anderes Bild. Dann greifen rund die Hälfte doch zum Buch, um sich gemeinsam mit den Kindern den Geschichten zu widmen.
Mit zunehmendem Alter ändern sich allerdings die Prioritäten der Väter. Sind es die Hälfte aller 20- bis 29-Jährigen Männer, denen Vorlesen keinen Spaß mache, setzt sich dies nur bei 34 Porzent im Alter zwischen 40 und 49 Jahren fort. Häufig fehle ihnen die Geduld, oft ermüde sie diese Aufgabe aber auch. Viele finden die Kindergeschichten einfach langweilig. Anders sehe das bei lustigen Geschichten aus oder bei Sachbüchern, die einen praktischen Nutzen hätten.
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iwi/reu/news.de
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