«Nicht nur gehirngewaschene Mitglieder»
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Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Artikel vom 01.11.2009
Straflager und Morddrohungen oder eine Hilfe bei der Suche nach dem Sinn des Lebens? Die umstrittene Weltanschauungsgemeinschaft Scientology ist ein Fall für Religionswissenschaftler Andreas Grünschloß.
Scientology unterwandert den Staat, kippt Gesetzesvorlagen, ist überall. Von solchen Verschwörungstheorien hält Religionswissenschaftler Andreas Grünschloß nichts. Zu bescheiden seien die Mitgliederzahlen in Deutschland, sagt der Religionswissenschaftler, der sich seit vielen Jahren mit der Glaubensgemeinschaft beschäftigt, die für viele schlicht eine Sekte ist.
Von 30.000 zwar nicht aktiven, aber bei Bedarf aktivierbaren Scientologen spricht Jürg Stettler, Sprecher von Scientology Deutschland und Präsident des Kirchenvereins in der Schweiz. Nur 10.000 bis 12.000 hält Grünschloß für realistisch. Weltweit gibt es empirischen Erhebungen zufolge gerade 500.000 Mitglieder, nicht die von Scientology erhofften 12 Millionen. Zu wenige für eine scientologische Revolution.
Für Jeannette Schweitzer, die den Verein Vitem gegründet hat und Scientologen beim Ausstieg hilft, ist das auf die gute Aufklärungsarbeit zurückzuführen. «Viele fallen auf Scientology nicht mehr herein. Die Leute, die drin sind, sind das schon seit 15 oder 20 Jahren», erzählt Schweitzer aus ihren Erfahrungen. Immer wieder kämen Eltern, Geschwister oder Freunde von Scientology-Anhängern zu ihr, um ihre Lieben aus den Fängen zu retten.
Russland verweigert Scientology-Anerkennung zu Unrecht
«Scientology hat in Deutschland einen schweren Stand, weil hier ein starker Gefahrendiskurs etabliert ist», erläutert Grünschloß. Für Stettler sind diese Diskussionen durchaus mühsam. «Ich empfinde es als eine Art Kreuzzug, die richtigen Informationen über Scientology herauszugeben oder mitzudiskutieren, weil so viele falsche Informationen verbreitet werden. In der Schweiz ist mir das schon ganz gut gelungen. In Deutschland habe ich noch zu knabbern. Das ist eine Herausforderung.» Die kritische Sicht auf die Organisation könne sich nach Grünschloß´ Meinung nur ändern, wenn sich auch Scientology ändere und nicht mehr an den Lehren L. Ron Hubbards unkritisch festhalte.
In Deutschland fehle laut Stettler zwar die öffentliche Anerkennung, rechtlich habe man jedoch schon viel erreicht. Er spricht von ungefähr 50 Urteilen, die seine Glaubensgemeinschaft unter den Schutz der Religionsfreiheit stellen. Erst Anfang Oktober urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Russland Scientology die Registrierung als religiöse Organisation zu Unrecht verweigert. In Spanien sei Scientology bereits genauso anerkannt wie die katholische Kirche. Auch in Italien gebe es eine religiöse Anerkennung. «In Deutschland, Frankreich und Belgien läuft dieser Kampf noch», sagt Stettler.
Besonders Geschichten wie die von Jeannette Schweitzer, die drei Jahre für die Sekte lebte, Geld und Nerven an sie verlor und nach ihrem Ausstieg mit Morddrohungen traktiert und eingeschüchtert wurde, befeuern das negative Bild in Deutschland. Sie erzählt ihre Geschichte und gibt Beispiele anderer Aussteiger. «Jeder, der sich öffentlich gegen Scientology äußert, ist in deren Augen ein Schwerverbrecher. Deshalb haben alle anderen Leute ganz viel Angst. Wenn Mütter und Väter rauskommen, haben sie Angst um ihre Kinder. Oder sie haben viel Geld verloren und schämen sich dafür.»
Auch Jürg Stettler kennt diese Aussteigergeschichten, wiegelt jedoch ab. «Das heißt nicht, dass es gar keine Leute gibt, die negative Erfahrungen gemacht haben mögen und dass immer alles perfekt gelaufen ist. Aber die Aussteigerstorys werden von einer verschwindend geringen, immer gleichen Personenzahl erzählt.» Stettler selbst ist seit 33 Jahren aktives Mitglied bei Scientology. «Ich habe mehr Sinn im Leben gesucht. Scientology hat mir zugesagt.»
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.....wie lange will man sich diesen cirkus noch mit ansehen???? Das ist unter aller Menschenwürde was sich dort ab- spielt wenn man ein naives Individuum an der angel hat! Das sich ein T.C. dafür hergibt ist mir schleierhaft u man munkelt, dass dieser prominente dort eine leitende funktion im führungskadar hat.
jetzt antwortenKommentar meldenWie oft noch. Scientologie ist keine Religion sondern ein psychologisches Wissen dass so perfektioniert ist dass die das Technologie nennen, und dass an jeder dt. Uni unter dem Namen NLP gelehrt wird und dort plötzlich hoch anerkannt ist... "funktioniert" sagen NLP-ler. Wie Scientologen
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