Fr., 25.05.12

Laut Maja-Kalender 21.10.2009 Die nächste Apokalypse naht

Weltuntergang (Foto)
Apolinario Chile Pixtun glaubt nicht an das Ende der Welt. Bild: ap

Der Maya-Kalender endet am 21. Dezember 2012 und schon kommt die Frage nach dem Ende der Welt hoch. Alles nur Humbug? Immerhin haben die Apokalypse-Szenarien ein Quäntchen archäologische Grundlage.

Apolinario Chile Pixtun ist die Fragen zum Ende des Maya-Kalenders leid. Dabei geht es schließlich nicht um das Ende der Welt. Oder etwa doch? Definitiv nicht, sagt der Mann aus Guatemala: «Ich habe von diesem Zeug genug.» Allerdings gibt es nicht wenige, die das im Maya-Kalender angekündigte Weltuntergangsszenario fürchten.

Viele Menschen hätten Angst, sagt Ann Martin von der Cornell-Universität. Sie betreibt eine Website mit dem Titel «Neugierig? Frag einen Astronomen». Dort seien E-Mails von Schülern eingegangen, die nicht schon so bald sterben wollten, sagt Martin. «Uns schrieb eine Mutter, die Angst hatte, sie könne ihre beiden Kinder nicht mehr aufwachsen sehen.»

Nach Ansicht von Pixtun entspringen derartige Weltuntergangstheorien dem Westen, nicht dem Maya-Kalender. Für die Maya endet am 21. Dezember 2012 ein bedeutender Zeitabschnitt, und im gleichen Jahr treffen mehrere astronomische Vorgänge zusammen. Die meisten Archäologen, Astronomen und auch Maya gehen aber davon aus, dass in gut drei Jahren vermutlich nur New-Age-Theorien, Pop-Astronomie, Internetgerüchte und TV-Specials auf die Erde niederprasseln werden.

Christliches Konzept auf Maya projiziert

Allerdings haben die Apokalypse-Szenarien eine gewisse archäologische Grundlage. Dazu gehört das sogenannte «Monument 6», das in der 1960er Jahren während Bauarbeiten für eine Autobahn in Südmexiko gefunden wurde. Die Inschrift auf den noch erhaltenen Teilen spricht von einem für 2012 erwarteten Ereignis, in dem Bolon Yokte eine Rolle spielt, ein mysteriöser Maya-Gott, der sowohl mit Krieg als auch mit Schöpfung in Verbindung gebracht wird. Erosion und ein Bruch im Stein haben das Ende der Passage jedoch fast unleserlich werden lassen.

Der Archäologe Guillermo Bernal von der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko interpretiert den letzten erodierten Glyphen als «Er wird vom Himmel heruntersteigen.» Bernal betont jedoch, es gebe andere Inschriften der Maya, die weit über das Jahr 2012 hinausgehen, darunter eine, die etwa auf das Jahr 4772 Bezug nimmt. Die Archäologe hält die Apokalypse aber für ein «sehr westliches, christliches» Konzept, das lediglich auf die Maya projiziert worden sei.

Die Hochkultur der Maya erlebte ihre Glanzzeit zwischen 300 und 900 n. Chr. und ist unter anderem für ihre Leistungen in der Astronomie bekannt. Ihr Langzeitkalender beginnt im Jahre 3114 v. Chr. und markiert die Zeit in 394-Jahr-Zyklen, bezeichnet als Baktuns. Die 13 war für die Maya eine heilige Zahl und der 13. Baktun endet am 21. Dezember 2012.

«Das ist ein spezieller Jahrestag der Schöpfung», sagt David Stuart, Experte für Maya-Inschriften an der Universität von Texas. «Die Maya sprachen nie davon, dass die Welt zu Ende gehen würde, sie sagten nie, dass notwendigerweise irgendetwas Schlimmes geschehen würde. Sie halten auf Monument Six lediglich diesen künftigen Jahrestag fest.»

Andere Sorgen

Die heutigen Maya auf der von Trockenheit heimgesuchten Halbinsel Yucatan haben andere Sorgen. «Würde ich zu einigen der Maya-sprechenden Gemeinden gehen und die Menschen fragen, was 2012 passieren wird, hätten sie mit Sicherheit keine Ahnung», sagt José Huchim, ein Archäologe aus Yucatan. «Dass die Welt zu Ende gehen wird? Sie würden dir nicht glauben. Wir haben derzeit richtige Sorgen, zum Beispiel fehlenden Regen.»

Außerdem sollen die Maya gewusst haben, dass die Erdachse schwankt, wodurch sich die Anordnung der Sterne jedes Jahr leicht verschiebt. Einmal alle 25.800 Jahre zieht die Sonne zur Wintersonnenwende mit dem Zentrum der Milchstraße gleich. Genau dies wird am 21. Dezember 2012 passieren. Eine weitere gespenstische Koinzidenz? «Die Frage, die ich den Schwarzsehern gerne stellen würde, lautet schlichtweg: Ja und?», sagt der Astronom Phil Plait dazu.

In der US-Fernsehsendung Entschlüsselung der Vergangenheit: Tag des Jüngsten Gerichts 2012 hieß es, eine galaktische Koinzidenz könnte die Pole verschieben. «Der gesamte Erdmantel würde innerhalb weniger Tage verschoben werden. Erdbeben auf jedem Kontinent, die Küstenstädte von massiven Tsunamis überschwemmt - es wäre die ultimative Katastrophe», so der Sprecher.

Neu ist diese Vorstellung nicht: Zu ihr gelangte im 19. Jahrhundert offenbar bereits der französische Missionar und Ethnograph Charles-Etienne Brasseur de Bourbourg nach dem Studium antiker Inschriften der Maya und Azteken. Nach Ansicht von Wissenschaftlern könnten sich die Pole innerhalb einer Million Jahre allerdings lediglich um höchstens ein Grad verschieben.

Brasseur de Bourbourg beweist immerhin eines: Der Westen versucht seit mehr als einem Jahrhundert, in die Inschriften der Maya Weltuntergangsszenarien hineinzuinterpretieren. Die Astronomin Ann Martin kritisiert besonders das fehlende Erinnerungsvermögen auf Seiten der Schwarzseher. «Niemand scheint sich daran zu erinnern, dass bei der letzten mutmaßlichen Apokalypse die Welt nicht unterging», sagt sie.

juz/news.de/ap
Leserkommentare (15) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Skaren
  • Kommentar 15
  • 18.04.2012 13:55
 

Sorry ,Ihr lieben Leute da drausen auf dieser Welt,die allen gehört!!!!!!! Warum glaubt Ihr so über den Dingen stehen zu können??? Seit Ihr wirklich der Meinung niemand kann uns etwas anhaben? Ihr da die so gerne Katastrophen Filme und Horror schaun, Ich habe diese Filme immer gehaßt weil mit Angst Geld verdient wird Mein komentar war immer schaut euch nicht an was Ihr nicht wollt was euch passiert. Zich mal schon sollte etwas schlimmes passieren mit uns,es hat mich in der Vergangenheit nie tangiert,diesmal jedoch ist es anders.Seht Ihr denn nicht die Zeichen????? Die Welt wird nicht unter ge

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  • thaddaeus1947
  • Kommentar 14
  • 03.01.2012 14:40
 Antwort auf Kommentar 10

Nicht die Erde? Die Sonne wird sich in etwa 4 Milliarden Jahren soweit ausdehnen bis zur Jupiterbahn? Folglich werden alle Planeten innerhalb dieser Kreisbahnen verdampfen? Bis es soweit kommt, wird es vermutlich schon Millionen Jahre zuvor, keine Menschen mehr auf diesen Planeten geben? a.l.

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  • thaddaeus1947
  • Kommentar 13
  • 03.01.2012 14:23
 

In meinem kurzen Leben ist die Erde auch einge Male schon untergegangen? Dass es Veränderungen gibt ist nicht von der Hand zu weisen? Nur die anthropogonen Einflüsse haben nicht den Stellenwert, den der Mensch sehr gerne für sich in Anspruch nimmt? Dschingis Khan hat doch fast zwei Jahrtausende Asien auf seinen Streifzügen entvölkert. Da die Ackerflächen nicht mehr Urbar bestellt werden konnten, hat der Wildwuchs wesentlich mehr Co2 gebunden. Wodurch es zu einer Abkühlung der Erdoberfläche kam? a.l.

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  • kki
  • Kommentar 12
  • 01.01.2012 13:21
 

Hallo Angelino, Angst ist der schlechteste Ratgeber. Lebe Dein Leben und habe Freude daran. Es wird keinen Weltuntergang geben, denn die Mayas waren zwar hervorragende Astronomen und lehnten allein schon aus diesem Grund den Humbug der (Hell-)Seherei ab. Und denke mal daran, ginge es nach den ganzen Apokalyptikern, die ich mit den Verschwörungslügnern (-theoretikern) auf eine Stufe stelle, dann wäre die Welt schon mindestens...-mal untergegangen. Deshalb lebe und freue Dich daran

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  • angelino
  • Kommentar 11
  • 16.01.2011 10:19
 

meine eltern meinen dass das nicht passieren wird.aber ich glaube dass das passieren wird.ich habe solche angst und weiß nicht was ich machen soll:(((

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  • Spenz
  • Kommentar 10
  • 30.07.2010 14:06
 Antwort auf Kommentar 5

Es wird nie einen Weltuntergang geben. Den einzigsten Weltuntergang den die Erde erleben wird, ist ihr eigener. In 2-4 Mrd. Jahren soll die Erde sich zu einem roten Riesen aufblähen und die Erde buchstäblich verbrennen. Das nächste was Untergeht sind die Menschen die sich über tausenden von Jahren nur Horrorgeschichten erzählen. Ihr glaubt wirklich alles was Roland Emmerich in seinen Filmen darstellt. Und selbst die Wissenschaftler irren sich. Sebst Albert Einstein hat sich mit seiner Relativitätstheorie geirrt. Stattdessen dass das Universum statisch sei, dehnt es sich immer weiter aus.

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  • Tobias Witzel
  • Kommentar 9
  • 04.02.2010 22:34
 

Der Mayakalender sagt nichts von einem Untergang oder der gleichen, sonder beschreibt ein Ende der Momentanen "Empfindung, Warnehmung" es soll demnach ein anderer Zustand der Wahrnehmung eintreten, es ist schwer zu erklären, manche behaupten, das sogenante Kristall o. indigo Kinder diesen zustand schon haben, es würde mehrere Seiten brauchen um alles genau zu erklären wie die Maya es meinten, wen dieses Thema interressiert, sollte mal nach büchern oder dvds von einem gewissen Dr.Dieter Broers ausschau halten er versucht anhand von wissentschaftlichen vergleichen zu beleng was die Maya glaubten

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  • Maxim
  • Kommentar 8
  • 17.12.2009 20:52
 

viel schlimmer ist es wenn man sich das alles einredet...je mehr leute an sowas glauben desto mehr gewalt und todesängste entstehen evtl auch völkermord und gehessigkeit aber auch nur aus angst also vergesst das alles

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  • maxim
  • Kommentar 7
  • 17.12.2009 20:52
 

wenn ihr gelesen hättet würdet ihr auch gelesen haben dass die pole sich alle 1.000.000 Jahre nur um 1° VERSUCHEN zu verschieben sind alle untergangstheorien nur eine verschwörung der medien die eventuell den größten "untergang" herbeirufen und zwar die massenhysterie, börsenstürze würden entstehen etc aber die welt würde sich 2012 nicht "auseinander brechen" oder gar explodieren wie ein kommentar es sagt wenn es 23.59uhr ist und eine minute später ist es 0.00uhr somit als vergleich ist der majakalender wie ne uhr also keine panik!

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  • Danny Fabian
  • Kommentar 6
  • 17.12.2009 12:47
 

also ich will wissen wie ihr den kalendar entschlüsselt habt und wie er genau ausschaut bitte antworten.

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  • fabi Danny
  • Kommentar 5
  • 17.12.2009 12:45
 

also wir denken woran wollen wir enau wissn dass die welt untergeht am 21.12.2012 die wissenschaftler können sihc ja auc verwechseln

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  • Marko
  • Kommentar 4
  • 18.11.2009 00:59
 Antwort auf Kommentar 3

für mich ist der Maja-Kalender wie ne Uhr haben wir 23:59Uhr dann ist 1Minute Später 0:00 Uhr sprich alles fängt von Neuem an. bloss ist wärend der Konstellation mit Probleme zu rechen. Stellt euch einfach vor ihr werft einen Ball hoch irgendwann überwindedet er die Flugkraft und der Ball kommt in der Luft zum stehen und danach wirkt die Schwerkraft und alles geht vom neuen los.

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  • Marko
  • Kommentar 3
  • 17.11.2009 21:36
 

Hi ich bin ein normaler Leser aber für mich stellen sich folgende Fragen. Wenn die Erde sich bei der Planeten-Konstellation um 360 Grad dreht ist das für mich so, als wenn sie in diesem Moment in ein eigenem Raum befindet und in diesem Moment die normalen Trägheits-Gesetze nicht mehr gelten sprich Der Mond nähert sich wieder der Erde! Wie weit dürfte es zutreffen. Genauso gut stellt sich mir die Frage, wenn die Erde sich ausserhalb der normalen für uns vorstellbaren Trägheit befindet nehmen die Schwingungen im Erdkern ab. Haben wir ausser Zunami´s vielleicht auch eine Eiszeit für mich ist das Vorstellbar. Mich würden eure Meinung interessieren!!

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  • Hamsterbieber
  • Kommentar 2
  • 12.11.2009 18:17
 

Ich mache mir sehr große Sorgen , mann bekommt zu wenig Informationen über den Maya-Kalender

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  • SunOne
  • Kommentar 1
  • 12.11.2009 13:15
 

Das dürfte interessant sein: http://www.geratop.de/gesundheitsamt/dokumente/ebooks/Die_Sanctus_Germanus_Prophezeiungen.pdf

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