Eine Branche unter Druck
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Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh, Berlin
Artikel vom 17.10.2009
Die Erotikbranche befindet sich im Wandel. Sie will weg vom Schmuddel-Image und mit verspielten Produkten neue Zielgruppen erschließen. Auch wenn sie von der Wirtschaftskrise wenig merkt, steckt sie selbst längst in ihrer eigenen Krise.
Geht man diese Tage über die Erotikmesse Venus in Berlin, hört man einen Satz immer wieder: Von der Wirtschaftskrise sei man nicht betroffen, im Gegenteil als Erotik-Händler würde man gar von ihr profitieren. Das bestätigt auch Sylke Dresbach, Geschäftsführerin von Glassvibrations und erklärt: «Der Trend in der Krise geht zum Heimspiel.» Und dafür brauche man natürlich Spielzeug. Seit fünf Jahren sei sie nun mit ihren Liebesaccessoires aus dem transparenten Material auf dem Markt und damit «sehr erfolgreich». Ihre Dildos und Plugs aus Glas, die Namen wie «Maulwurf», «Blaue Husar» oder «Peporonie» tragen, hätten diesen exklusiveren Touch, der momentan sehr gefragt sei, erklärt sie. Von Krise auf der Venus also nichts zu spühren?
Die Zahlen sprechen für sich: Während die Internationale Automobil-Ausstellung ein Minus von 25 Prozent einstecken musste, die Computermesse CeBIT 40 Prozent weniger Aussteller in diesem Jahr nach Hannover zog und die Musikmesse Popkomm sogar abgesagt werden musste, wird die Venus 2009 ein verhältnismäßig geringeres Minus von rund zehn Prozent verzeichnen. Dies hat die Messe nicht zuletzt einem Umdenken in Teilen der Branche in den vergangenen Jahren zu verdanken, wie das etwa von Sylke Dresbach von Glassvibration oder den größeren Sexspielzeuganbietern wie JoyDivision oder Fun Factory. Sie haben neue Produkte entwickelt und sprechen damit vor allem neue Zielgruppen, Frauen und Paare, erfolgreich an.
Kreative und bunte Sexspielzeuge sind zu Hauf auf der Venus zu finden. Ebenso aber auch «Schmuddelstände», wie sie von nicht Wenigen auf der Messe bezeichnet werden. Gemeint sind etwa die Stände manch einer Pornofilm-Produktionsfirma, die von der Auslage ihrer Produkte her gesehen, die neue Zielgruppe Frau etwa noch nicht erkannt hat. In den kommerziellen Pornofilmen scheint es zudem immer extremer zuzugehen, das lassen jedenfalls ihre Cover erahnen.
Die Pornofilmbranche steht unter enormen Druck. Im Internet sind Pornos mittlerweile innerhalb weniger Minuten abrufbar und vor allem die Amateur-Videos, die vornehmlich in den USA online gestellt werden, machen der Branche zu schaffen. Sich endlich auch an die Zielgruppe Frau ranzuwagen, wie es ihnen ihre Kollegen aus dem Sexspielzeug-Bereich in den vergangenen Jahren vorgemacht haben, dafür fehlt vielen Produzenten anscheinend die Traute. Dass es einen Markt für Frauenpornos gibt, da ist sich Laura Méritt, Feministin und Initiatorin des ersten feministischen Frauenpornofilmpreises, jedoch sicher. Ebenso zuversichtlich ist die Inhaberin eines Sexshops für Frauen, dass die Industrie zwangsläufig auch im Pornofilmbereich umschwenken muss und auch wird. Das brauche aber seine Zeit.
Dass sich die Erotikbranche im Wandel befindet, wird an der Diskrepanz der Stände und ihrer Produkte auf der Venus sichtbar. Längst will die Messe auch nicht mehr als Porno- oder Sex-Messe bezeichnet werden. Offiziell trägt die Venus den Beinamen «Internationale Fachmesse für Internet, Multimedia- und Adult-Entertainment». Die Pressevertreter bittet man daher auch höflich, doch letztere Bezeichnung zu wählen. Sicherlich ist die Venus keine reine Pornomesse mehr, aber der meiste Andrang herrscht immer noch an den Ständen, wo nackte Busen aufblitzen und die Besucher auch mal selbst auf Tuchfühlung mit den Erotikstars gehen dürfen. Der Spagat zwischen Porno- und Lifestyle-Messe gelingt der Venus nur schwer, wenn überhaupt.
nak/news.de
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Auf der Erotikmesse Venus herrscht diese Tage großer Andrang. Nackte Haut bis zum Überdruss und mehr ...
Laura Méritt betreibt einen Sexshop für Frauen, einen Escortservice für Lesben und gibt Workshops zum weiblichen mehr ...
Hallo die 13.venus war super. Aber Naddel ne das ging nicht!
jetzt antwortenKommentar meldenFüfr Naddel denke ich die letzte Möglichkeit noch einmal etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Liebe Naddel, bitte verschone uns deinen sogenannten Sex-Weisheiten.
jetzt antwortenKommentar melden??? Sind wir etwas kaputt im Kopf?-bitte melden sie sich bei der nächsten Polizei-Dienststelle. Die Herren/Damen werden Ihnen mit Hilfe von Telefon-Büchern die Adresse zum nächsten Beichtstuhl einprägen. Verbleibe mit Hoffnung auf Besserung.
jetzt antwortenKommentar meldenWunschdenken für den, der keinen mehr....
jetzt antwortenKommentar meldenDieser perverse Whnsinn wird bald verschwinden
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