Sie ist vom Deutschen Kaffeeverband zur Botschafterin des Tags des Kaffees ernannt worden. Im Gespräch mit news.de redet die ehemalige Profi-Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko über Kaffee als Alibi, ihre erste Tasse und Olympia 2010.
16.04.2009
Meine Meinung
Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Video: news.de
Lassen Sie uns über Kaffee reden. Haben sie heute schon welchen getrunken?
Szewczenko: Ja, aber sicher. Eine Tasse Kaffee, und dann habe ich mir noch einen schönen Cappuccino gemacht.
Wie wurden Sie Schirmherrin des Tags des Kaffees?
Szewczenko: Ich bin vor einigen Monaten angesprochen worden. Man meinte, ich würde gut dazu passen, und ich dachte mir selber: Ja, ich passe hervorragend dazu, weil ich seit Jahren gerade nach dem Aufstehen einen Kaffee und einen Keks brauche, damit ich erstmal anlaufen kann. Es bedeutet, Schirmherrin über das meistkonsumierte Getränk Deutschlands zu sein. Das ist natürlich toll. Und nicht für irgendeinen Pfirsichsaft, den nur drei Leute trinken.
Können Sie sich an Ihre erste Tasse Kaffee erinnern?
Szewczenko: Generell wird in meiner Familie gerne Kaffee getrunken. Meine Oma macht eher diesen Körnerkaffee, man sagt auch Muckefuck dazu. So habe ich meinen ersten Kaffee als Kind getrunken, entkoffeiniert, weil meine Oma das so trinkt. Mit Süßstoff gemischt, war das so ein Blümchenkaffee.
Wie trinken Sie heute Ihren Kaffee?
Szewczenko: So ganz stark mag ich es auch nicht. Ich bin eigentlich eine Blümchenkaffeetrinkerin geblieben. Ich mag es auch sehr sehr süß. Wenn ich eine große Tasse Kaffee trinke, müssen da mindestens drei Stück Süßstoff rein. Wo sich sonst jeder schüttelt. Cappuccino finde ich auch ganz toll. Oder nach dem Essen, wenn man richtig schön vollgegessen ist und der Energiepegel langsam sinkt und die Augen zufallen, dann ist ein Espresso herrlich.
Haben Sie eine Lieblingstasse Kaffee am Tag?
Szewczenko: Morgens ist die allerwichtigste, zum Wachwerden.
Wie viel Kaffee trinken Sie am Tag?
Szewczenko: Drei Tassen bestimmt. Ansonsten trinke ich wegen meines Sports schrecklich viel Wasser. Das ist dann schon alles. Ich bin kein Saftfan.
Muss es immer mit Milch sein?
Szewczenko: Bei Cappuccino finde ich den Milchschaum ganz klasse. Das Getränk ist dann wie eine Süßigkeit, weil ich ja auch soviel Süßstoff reinhaue. Aber der Kaffee selbst kann auch schon mal Schwarz getrunken werden.
Wie bereiten Sie Ihren Kaffee zu?
Szewczenko: Ich habe mir eine ganz tolle Maschine gegönnt mit richtigen Bohnen. Ein richtiger Kaffeeautomat war schon immer mein Traum. Da macht das Kaffeemachen noch mehr Spaß, mein persönlicher Luxus.
Bevorzugen Sie Bohnen aus einem bestimmten Anbaugebiet?
Szewczenko: In der Regel schmeckt mir so ziemlich alles. Ich wechsele aber auch oft. Ich habe noch nie Kaffeebohnen gekauft, die mir nicht geschmeckt haben. Entweder hatte ich Glück oder ich bin nicht so wählerisch. Ich liebe es, die Abwechslung zu haben.
Engagieren Sie sich als Kaffee-Schirmherrin auch für nachhaltigen Anbau oder fairen Handel?
Szewczenko: Da muss ich ehrlich sagen, damit habe ich mich nicht soviel auseinandergesetzt. Ich unterstütze mit Patenschaften eher Kinder, die krank sind, dass es denen gut geht. Mit dem Anbau von Kaffee habe ich mich weniger beschäftigt. Ich genieße meinen Kaffee einfach.
Sie sind Eiskunstläuferin. Wie passt Kaffee mit Leistungssport zusammen?
Szewczenko: Man darf nicht übertreiben. Aber ansonsten ist es kein Problem. Der Trainer steht dann auch öfter mal mit einer Tasse Kaffee in der kalten Eishalle an der Bande. Das ist so wie bei den meisten Dingen, Maß halten ist das Wichtigste. Ich trinke auch vor dem Training eine Tasse Kaffee. Da geht der Puls nicht mehr hoch. Aus dem Alter bin ich raus.
Wie oft trainieren Sie denn noch? Wollen Sie wirklich an den Olympischen Spielen 2010 teilnehmen?
Szewczenko: (lacht) Nein, wir trainieren einfach. Wir bereiten uns auf Shows vor. Wir schauen einfach, was wir an neuen Projekten auf dem Eis machen können. Das ist im Grunde alles.
Wie begehen Sie den Tag des Kaffees?
Szewczenko: Ich bin in Braunschweig und werde dort Autogramme geben, danach bin ich auf dem Bremer Marktplatz, um bei einer Tasse Kaffee über den Kaffee zu berichten und mit anderen Kaffeegenießern zusammen zu sein. Ich glaube, ich werde einen sehr gemütlichen Tag haben. Kaffee hat ja auch was Gemütliches.
Trinken Sie eigentlich auch Tee?
Szewczenko: Ja, wenn ich krank bin. Ganz selten trinke ich mal einen Pfefferminztee, weil ich drauf Lust habe oder wenn es kalt ist. Aber eigentlich bleibe ich bei Kaffee.
Was ist das Beste am Kaffee?
Szewczenko: Es ist ein schönes Getränk, das einfach köstlich schmeckt. Und es duftet. Eine Cola light oder eine Fanta duftet nicht aus einem Meter Entfernung. Man sagt auch oft: Komm, lass´ uns mal auf einen Kaffee treffen. Kaffee ist ein sehr schönes Alibi für die unterschiedlichsten Treffen, die man einläuten kann.
Tanja Szewczenko (32) ist Botschafterin des Tags des Kaffees. Die ehemalige Profi-Eiskunstläuferin gewann drei deutsche Meistertitel und arbeitet seit 2005 unter anderem als Schauspielerin.
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