Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Auch in der virtuellen Welt sorgt der Amoklauf von Ansbach für Aufregung. Twitterer haben die Neuigkeit vor den Nachrichtenagenturen verbreitet. Und bild.de lässt Twitter-Reporter lieber nicht mehr aufs Portal.
Twitterer waren bereits in der Vergangenheit häufig vor den eingesessenen Medien am Ort des Geschehens, konnten deshalb schnell Informationen liefern. Das wollte sich bild.de nach dem Amoklauf in Ansbach zunutze machen und stellte einen Twitterkasten auf ihre Internetseite. Denn bereits am Mittag waren tausende Mitteilungen zum Stichwort «Amoklauf» bei Twitter zu finden.
Über Stunden liefen in der Twitterbox bei bild.de alle Meldungen ein, die mit den Stichworten #amoklauf und #ansbach gekennzeichnet waren. Neben der schnellen Berichterstattung hatte das für die Seite allerdings einen unerwünschten Nebeneffekt. Die Twitterer machten ihrer Meinung über die Bild-Zeitung Luft. Bild.de musste sich Tweets wie «Bild stinkt» oder «Huhu, Bild – du bist ein Schundblatt» gefallen lassen, berichtet der Mediendienst turi2.de.
16.20 Uhr stoppte Bild.de daher das Experiment wieder. «Volkstwitterer abgeblasen», kommentiert turi2.de.
kas/ news.de