Eine Chronik des Grauens
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Ein Amoklauf an einer Berufsschule im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen mit einem Toten hat Erinnerungen an die Bluttaten von Erfurt und Winnenden geweckt.
Die folgende Chronik dokumentiert schwere Gewalttaten an Schulen im In- und Ausland:
24. März 1998: Ein elf- und ein 13-jähriger Schüler lösen an ihrer Schule in Jonesboro (US-Staat Arkansas) Feueralarm aus und richten aus dem Hinterhalt ein Blutbad an. Im Kugelhagel sterben vier Mädchen und eine Lehrerin.
20. April 1999: Bei einem Überfall auf die Columbine High School in Littleton im US-Staat Colorado töten zwei Jugendliche mit Schusswaffen und Sprengsätzen zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Die Attentäter begehen nach der Tat Selbstmord. Die Tat wird zum Inbegriff der sogenannten School Shootings.
9. November 1999: In Meißen (Sachsen) ersticht ein 15-jähriger Gymnasiast seine 44-jährige Lehrerin vor den Augen von 24 Klassenkameraden. Der maskierte Jugendliche wird kurz darauf von einer Polizeistreife festgenommen.
19. Februar 2002: In Eching (Oberbayern) erschießt ein Amokläufer in einer Dekorationsfirma den Betriebsleiter und einen Vorarbeiter. Anschließend fährt der 22-Jährige ins nahe Freising und erschießt den Direktor der Wirtschaftsschule, von der er suspendiert worden war. Dann tötet er sich mit einem Schuss in den Mund.
26. April 2002: Beim Amoklauf in einem Erfurter Gymnasium tötet der 19-jährige Robert Steinhäuser 16 Menschen und sich selbst. Unter den Toten sind zwölf Lehrer, die Schulsekretärin, zwei Schüler und ein Polizist.
2. Juli 2003: In einer Realschule im bayerischen Coburg verletzt ein 16-jähriger Schüler eine Lehrerin mit einem Schuss aus einer Pistole und erschießt sich anschließend selbst.
21. März 2005: Ein Schüler der High School des Indianer-Reservats von Red Lake im US-Staat Minnesota tötet neun Menschen, darunter seine Großeltern, und richtet sich dann selbst.
2. Oktober 2006: Ein 32-jähriger Mann dringt in den Unterrichtsraum einer Amish-Gemeinschaft im US-Staat Pennsylvania ein, trennt die Schülerinnen von den Schülern, erschießt fünf Mädchen und sich selbst.
20. November 2006: Ein 18-jähriger Amokläufer verletzt in seiner ehemaligen Schule im westfälischen Emsdetten 37 Menschen und nimmt sich danach das Leben.
16. April 2007: Ein Amokläufer richtet auf einem Uni-Campus im US-Staat Virginia ein Blutbad mit 32 Toten und mindestens 26 Verletzten an. Der Schütze nimmt sich anschließend das Leben.
7. November 2007: An einer Schule im finnischen Tuusula tötet ein 18-Jähriger acht Menschen. Die Bluttat hatte er zuvor in einem Video im Internet angekündigt.
23. September 2008: Ein 22-jähriger Berufsschüler erschießt an seiner Schule im Westen Finnlands neun Schüler und einen Lehrer. Anschließend richtet er die Waffe gegen sich selbst. Er erliegt später seinen Verletzungen. Erst am Vortag war er wegen Gewaltvideos von der Polizei verhört worden.
11. März 2009: Der 17-jährige Tim K. erschießt bei einem Amoklauf in Winnenden bei Stuttgart und auf seiner anschließenden Flucht ins 40 Kilometer entfernte Wendlingen 15 Menschen, ehe er von der Polizei getötet wird.
11. Mai 2009: Auf den Tag genau zwei Monate nach der Bluttat von Winnenden wird eine ähnliche Tat in St. Augustin bei Bonn offenbar in letzter Sekunde verhindert: Eine 16-jährige Schülerin plante eine Sprengstoffexplosion.
17. September 2009: Bei einem Amoklauf an einem Gymnasium im bayerischen Ansbach werden mindestens zehn Schüler verletzt, darunter ein Mädchen schwer. Ein 19-jähriger Schüler wird von der Polizei überwältigt und als mutmaßlicher Täter festgenommen.
seh/nbr/news.de/ap
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