Der größte aller Zeiten ist es nicht, aber mit fast 23 Millionen Euro kann sich der Jackpot sehen lassen und sorgt für Lottofieber. Ein Glückspilz ist, wer die zahlen 5, 22, 27, 31, 32 und 49 sowie die 3 als Superzahl getippt hat.
Die Annahmestellen berichteten von deutlich mehr Kunden als gewöhnlich, rund 40 Millionen Euro wurden eingesetzt. Etwa 23 Millionen Euro beträgt der Höchstgewinn. Ob diesmal ein Tipper richtig lag oder sich die Gewinnsumme weiter erhöht, wollte der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstagmorgen mitteilen.
Die rund 24.000 Lotto-Annahmestellen hatten sich besonders auf einen Ansturm kurz vor Toresschluss vorbereitet. Erfahrungsgemäß steige das Interesse der Spielteilnehmer, je näher die Ziehung rücke, sagte der Sprecher des Deutschen Lotto- und Totoblocks, Klaus Sattler. Sicher würden diesmal auch wieder einige Gelegenheitsspieler ihre Kreuzchen setzen.
Online komme allerdings niemand zum Erfolg, warnte Sattler: «Der deutsche Lotto-Jackpot kann nicht im Internet geknackt werden.» Beim Online-Lotto bestehe kein Gewinnanspruch gegenüber einer der staatlichen Lotteriegesellschaften in Deutschland. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg versuchen unseriöse Glücksspiel-Anbieter aus dem Ausland derzeit angesichts des hohen Jackpots, Internetnutzer zum Lottospiel zu verleiten.
Zehnmal kein Gewinn
Rund 40 Millionen Euro wurden eingesetzt, wie der Deutsche Lottoblock mitteilte. Das waren rund 10 Prozent mehr als bei der der Spieleinsatz der letzten Mittwochsziehung in Höhe von 36 Millionen Euro. Am vergangenen Samstag hatte es zum zehnten Mal in Folge kein Tipper geschafft, die sechs richtigen Gewinnzahlen plus Superzahl vorherzusagen.
In einer Düsseldorfer Lotto-Annahmestelle herrschte am Mittwoch Hochbetrieb, Kunden gaben sich die Klinke in die Hand. «Sie rennen mir die Bude ein - wie immer, wenn ein hoher Jackpot-Gewinn winkt», freute sich Inhaber Norbert Hassel. Chaotische Ausmaße nehme das aber nicht an. Auch Volker Suchanek, der in Stuttgart-Heslach eine Lotto-Annahmestelle betreibt, registrierte ein verstärktes Interesse der Tipper: «Sie drängen sich nicht, sie kommen aber stoßweise.» Neben der Stammkundschaft kämen auch viele Gelegenheitsspieler, die nur bei einem hohen Jackpot ihr Kreuzchen machten. «Die erzählen auch, dass sie nur gelegentlich spielen.»
Von doppelt so vielen Tippern wie üblich sprach Klaus Meier, der eine Lotto-Annahmestelle im Münchner Hauptbahnhof betreibt. Bei früheren hohen Rekord-Jackpots seien aber noch mehr Kunden gekommen.
Jackpot kann bis zum 23. September weiter wachsen
Die letzten Hauptgewinne hatten am 8. August zwei Spieler aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen geschafft. Die höchste Gewinnsumme in diesem Jahr sind 35 Millionen Euro. Sie hatte im Januar Millionen Bundesbürger in die Annahmestellen gelockt, den Gewinn teilten sich schließlich zwei Glückspilze aus Bayern und Niedersachsen.
Die Chancen auf einen Hauptgewinn liegen statistisch gesehen bei etwa 1 zu 140 Millionen. Klappt es diesmal wieder nicht, kann der Lotto-Jackpot maximal noch bis zur Mittwochsziehung am 23. September weiterwachsen. In dieser 13. Ziehung würde eine Zwangsausschüttung in die nächst niedrigere Gewinnklasse erfolgen - allerdings nur, wenn die erste Gewinnklasse erneut unbesetzt bleiben sollte. Die Jackpotsumme würde dann unter allen Gewinnern der zweiten Klasse (sechs Richtige) aufgeteilt.
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iwe/news.de/ap