Es war kein Zufall - der 38-Jährige Holländer, der mit einem Auto in den feierlichen Umzug der niederländischen Königsfamilie gerast war, soll dies absichtlich getan haben. Das habe er den Polizisten unmittelbar bei seiner Verhaftung gesagt.
Bei dem Anschlag in Apeldoorn wurden mindestens fünf Menschen getötet, 13 weitere Zuschauer erlitten teils schwere Verletzungen - unter ihnen 3 Kinder. Der Autoanschlag hat die Niederlande in einen Schockzustand versetzt.
Der 38-jährige Todesfahrer raste am Königinnentag - dem Nationalfeiertag des Landes - mit seinem Kleinwagen durch Absperrungen und durch eine Zuschauermenge in Richtung des Festbusses der königlichen Familie. Der Wagen verfehlte jedoch den Festbus, in dem die Monarchin an Zehntausenden Schaulustigen vorbeifuhr, um mehrere Meter und prallte gegen ein Denkmal. Dabei wurde auch der Fahrer schwer verletzt. Er befindet sich gerade in einem Krankenhaus und wurde operiert. Sein Zustand sei kritisch, teilte die Polizei mit.
Einen Terroranschlag konnte die Polizei rasch ausschließen. Sie geht von persönlichen Motiven aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sagte der 38-jährige Holländer Polizisten nach der Bluttat, sein Ziel sei die königliche Familie gewesen. In ersten Medienberichten hieß es, der mutmaßliche Attentäter sei wahrscheinlich ein verzweifelter Arbeitsloser.
Der Halter des Wagens, dessen Wohnung in Huissen südlich von Arnheim durchsucht wurde, habe seinen Job verloren und sei nicht mehr in der Lage gewesen, seine Miete zu bezahlen. Die Polizei bestätigte die Wohnungsdurchsuchung, wollte sich aber nicht weiter zur Identität des Amokfahrers äußern. Abgesehen von dem Anschlag auf das Königshaus werde er wegen mehrfachen Totschlags oder sogar Mordes angeklagt, erklärte die Staatsanwaltschaft.
Das dramatische Geschehen während des traditionellen Umzugs der Königsfamilie wurde weitgehend live vom Fernsehen übertragen. Millionen Niederländer sahen, wie der bereits stark beschädigte schwarze Kleinwagen des mutmaßlichen Attentäters hinter den Absperrungen Menschen zu Boden riss. Sie erlebten mit, wie der Mann dann die Kontrolle über seinen Suzuki Swift verlor und dicht neben dem königlichen Bus gegen ein Denkmal raste. Er musste aus dem zertrümmerten Wagen herausgeschweißt werden.
In dem Bus standen Kronprinz Willem-Alexander (42) und seine Frau Máxima (37) auf und hielten sich die Hände vor den Mund, blankes Entsetzen in den Augen. Wie es schien, sah die 71-jährige Königin selbst den Aufprall des Autos nicht, hörte ihn aber und drehte sich um, als ihr Bus weiterfuhr, berichteten Zeugen.
Königin Beatrix wandte sich später erkennbar aufgewühlt in einer Fernsehansprache an die Nation. Sie sei zutiefst geschockt und traurig über das Geschehene, erklärte die Monarchin. Es sei unfassbar, dass so etwas passieren konnte. Die Königin sprach allen Verletzten sowie den Angehörigen der Getöteten ihr tief empfundenes Beileid aus. Zugleich sagte sie alle offiziellen Feiern zum Königinnentag ab. Auch Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende äußerte Bestürzung. Der Königinnentag, der so fröhlich begonnen habe, sei «ein trauriger Tag» geworden.
Nach dem blutigen Anschlag versuchten Zuschauer und Rettungsdienste, Schwerverletzte zu reanimieren. «Das ist ein Blutbad, furchtbar», sagte ein Frau unter Tränen vor den laufenden Fernsehkameras. «Anschlag, das kann doch nur ein Anschlag sein», fügte ein Mann hinzu. Die Polizei startete sofort einen Großeinsatz - zum Schutz der königlichen Familie sowie zur Klärung der Hintergründe des grauenvollen Geschehens.
Niederländische Medien erwähnten ausdrücklich die weiße Hautfarbe des mutmaßlichen Attentäters. Damit sollte deutlich gemacht werden, dass es sich nicht um die Tat eines Mannes aus der islamistischen Szene handelte. In Holland hat man nicht vergessen, wie ein muslimischer Attentäter 2004 den islamkritischen Regisseur Theo van Gogh erschossen hat.
Der Königinnentag wird normalerweise auf unzähligen Partys von Millionen von Menschen ausgelassen gefeiert. In diesem Jahr gab es noch einen besonderen Grund dafür - Beatrix' Mutter, die 2004 gestorbene Ex-Königin Juliana, die als «Mutter der Nation» verehrt wurde, wäre am Donnerstag 100 Jahre alt geworden. In vielen Städten wurden die Feierlichkeiten abgesetzt, ebenso wie weltweit Empfänge niederländischer Botschaften.
fme
Wieder ein Grund, auf die Arbeitslosen rum zu hacken. Mich würde der wahre Grund interessieren. Den Opfern spreche ich ebenfalls mein Mitgefühl aus, denn das Volk muss für alle Hintergründe büßen. Die waren Absichten sollte man suchen und finden. Aiven Hoff
jetzt antwortenKommentar meldenNatürlich ist es unverzeilich, was geschechen ist. Macht die Augen auf, jede 3 Sekunde stirbt ein Kind das nichts zu Essen hatt. Das Unbegreifliche ist, es Interessiert keinen, obwol jeder von uns mit 1 CHF pro Woche die Hungersnot dämmen würde. Es gibt so vill schlimes das geschiht und wir alle daran Schuld sind aber niemand die Schuld einseht. Wenn Sie so sehr über das Geschechen leiden und es ungerecht empfinden, und eine Aufrichtiges Herz haben, solten Sie jeden Tag trauern, trauern über das ungerechte Leben der Menschen dieser Welt. Das tuen sie nicht, weil wir für das nicht geboren sind, um Jeden und allem nachzutrauern.
jetzt antwortenKommentar meldenEinige Beiträge strotzen so von Schreibfehlern, dass es schwerfällt sie zu lesen.
jetzt antwortenKommentar meldenAuch ich kann mich nur den Vorschreiber anschließen und mein Mitgefühl den leidtragenden aussprechen. Aber ebenso, hoffe ich, das diesen Chaoten die doch nur Leid über Ihr Volk bringen, die Härte des Gesetzes trifft. Nicht Mitleid mit dem Täter, sondern das der betroffenen ist angesagt. Nehmt keine Rücksicht auf solche Rücksichtslosen.
jetzt antwortenKommentar meldenHallo liebe Niederländer, seit geraumer Zeit, trage ich mich mit dem Gedanken, in die Niederlande auszuwandern. Ich liebe die Niederlande für ihren stetigen Liberalismus. Kein Land dieser Erde, kann sich so wie die Niederlande, über so viele Jahre, verinnerlichen, so viele Menschen unterschiedlicher sozialer- und ähtnischer Abstammung friedlich miteinander eingestehen. Ich bedauere zu tiefst, was dem niederländischen Volk passiert ist und wünsche Ihnen gerade jetzt, dass der nächste "Koninginnedag" die Grenzen allem Hass und Zynismus sprengen wird. Hochachtungsvoll V. U.
jetzt antwortenKommentar meldenMir, als Niederländer tut es gut, zu lesen dass dieses schreckliche Ereignis auch so viele Deutsche erschüttert hat. Niemand hätte ein solches Attentat erwartet, denn bei uns ist das Königshaus sehr beliebt. Und das wird auch so bleiben. Vielen Dank für eure Reaktionen! John Welling
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin entsetzt über den grauen vollen Anschlag auf die sehr sympatische hollendendische Königsfamilie,den Angehörigen der Toten und Verletzten gilt meine ganze Anteiteilnahme ich wünsche den Angehörigen der Toten viel Kraft und kann Ihnen versichern das nicht nur die Holländer trauern ,sondern auch viele viele Deutsche,den Verletzten wünsche ich baldige Genesung.Der Königs-Familie wünsche ich alles gute und dass Gott immer seine schutzende Hände über Sie hält.
jetzt antwortenKommentar meldenDer Claus hat vollkommen Recht, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
jetzt antwortenKommentar meldenwas sind die bürger entsetzt ? sie wählen seit jahrzehnten - europaweit -- politgängster, die kriminelle durch diese justiz und und gesetzgebung züchten und hofieren und sich einen dreck um die opfer kümmern.jedes tier hat das recht, sich das ungeziefer aus dem pelz zu kratzen,wir werden durch das steigende kriminelle potenzial zugrund gehen, das ist ein NATURGESETZ und deswegen unvermeidlich
jetzt antwortenKommentar meldenHallo liebe Leser dieser Zeilen, sehr geehrte Bürger der Niederlande, zuerst möchte ich Herrn Dieter T. Schütze zu 1000% Recht geben,sie hätten es nicht besser formulieren können. Ich habe 6 Jahre im kleinen Örtchen Herkenbosch (Limburg in Nederland)gewohnt und gearbeitet.Ich muss sagen das es eine schöne Zeit war,alle Königinentage habe ich gemeinsam mit meinen holländischen Freunden ausgelassen gefeiert,-nun dieser feige Anschlag,-ich bin entsetzt und gleichzeitig so wütend das ich dem Täter hätte noch gerne in seinen letzten Lebenssekunden,mitten in das Gesicht gespuckt hätte,so etwas feiges hat nur den Tod verdient.Es wird der schwärzeste Tag in den Niederlanden werden doch ich hoffe für das Volk,daß sie sich schnell von dem Schreck erholen! Mein herzlichstes Beileid an alle Betroffenen des 30.04.2009 !! Andreas Kriester
jetzt antwortenKommentar meldenÍch bin sehr erschüttert über diese Untat! Wir haben viele Freunde in Holland / Neederland, die genauso wie wir auch erschüttert sind! Egal, was ein Mensch für Schwierigkeiten hat - so eine Tat ist nicht zu entschuldigen! Ich denke, es ist gut, dass der Fahrer des PKWs inzwischen verstorben ist! Wahrscheinlich hätte er nicht viel Freude im Gefängnis gehabt! Einfach schlimm, was immer wieder von Mensche -wie Du und ich-keine Menschen wie Kriminelle, oder Attentäter wirkten; aber was sie taten ist genau das! Etwas sehr Schlimmes! Dieter T. Schütze
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