Von news.de-Redakteur Björn Menzel
Mexiko ist besonders von der Schweinegrippe betroffen. News.de hat mit Sabine Klimm telefoniert, die seit fünf Jahren in Mexiko lebt. Sie berichtet von Besonnenheit, Angst und sauberen Händen.
Haben Sie Angst?
Sabine Klimm: Nein, ich habe keine Angst und auch keine Panik, denn man darf nicht vergessen, dass jedes Jahr tausende Menschen an der normalen Grippe sterben. Wenn jetzt in einer Millionenstadt wie Mexiko City 100 Menschen gestorben sind, ist das im Verhältnis eine bis jetzt geringe Anzahl, wenn es dabei bleibt. Außerdem ist bei diesen Opfern noch nicht eindeutig erwiesen, dass die Todesursache bei allen die Schweinegrippe war. Wir haben den Rinderwahnsinn überlebt, auch die Vogelgrippe und da haben wir jetzt auch keine Angst vor der Schweinegrippe.
Wie und wann haben Sie vom Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko erfahren?
Klimm: Vor einigen Tagen durch die Medien.
Wie ist die Informationspolitik in Mexiko?
Klimm: Sehr gut.
Wie gehen die Menschen in Mexiko mit der Gefahr um?
Klimm: Sehr vorsichtig, zum Teil auch ängstlich. Alle tragen Mundschutz und bevor man den Supermarkt betritt, muss man sich an den Händen mit speziellen Tüchern reinigen. Die Mexikaner sind da sehr besonnen, wobei die amerikanischen Touristen eher in Panik verfallen. Insgesamt ist Mexiko in dieser Hinsicht sehr gut organisiert und vorbereitet.
Herrscht eher Panik oder Besonnenheit?
Klimm: Eigentlich herrscht keine Panik, mehr Besonnenheit. Alle öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen sind bis auf Weiteres geschlossen und alle Veranstaltungen sind abgesagt.
Inwieweit ist die Schweinegrippe überhaupt Thema bei den Mexikanern?
Klimm: Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Person ab, aber es wird sehr viel darüber gesprochen. Aber es werden auch zwischendurch kleine Späße darüber gemacht.
Sind Ihnen Fälle in Ihrer Nähe oder Bekanntschaft bekannt?
Klimm: Nein, es sind mir keine Fälle in meiner Nähe oder Bekanntschaft bis jetzt bekannt geworden.
Was macht die Regierung, um gegen die Epidemie anzukämpfen?
Klimm: Die Regierung leistet gute Aufklärungsarbeit und gibt Informationen, wie man sich schützen kann. Zum Beispiel soll man sich nicht die Hände geben oder andere nähere Körperkontakte mit anderen Menschen vermeiden.
Was machen Sie persönlich zum Schutz?
Klimm: Ich achte mehr als vorher auf die Hygiene, sprich öfter als sonst Hände waschen und ich will mir das Medikament Tamiflu kaufen, was aber zurzeit hier ausverkauft ist.
Sabine Klimm ist 52 Jahre und 2004 von Deutschland nach Mexiko ausgewandert. Sie wohnt in Cabo San Lucas, Baja California und leitet dort zusammen mit ihrem Mann ein kleines Hotel in dem Amerikaner Urlaub machen. Zurzeit stornieren sie jedoch ihre Reisen.
ham
Nicht gerade sehr sinvoll jemanden zu befragen der in einer gegend wohnt in der bist heute noch kein fall von schweinegrippe bekannt ist, man sollte vll besser jemanden befragen der in Mexico Stadt lebt und nicht im Bundesstaat Baja California Sur wo noch kein einziger fall aufgetreten ist. Das die leute keine angst haben wuerde ich nicht sagen die metros sind leer die strassen wie verlassen.
jetzt antwortenKommentar meldenWir werden alle steerben kein sinn man;) sind zeichen fürs weltuntergang alsooo keine paanik leeutee
jetzt antwortenKommentar meldenAlso die Bekämpfung und einschränkung der Grippe leuchtet mir natürlich ein! Leider konnte ich noch keine Quelle finden in der ich erfahren konnte was nach Ausbruch der Krankheit die genaue Todesursache sein soll! Die Symptome sind doch die gleichen wie bei jede anderen Grippe auch? Wenn mir jemand einen brauchbare link zur verfügung stellen könnte wäre ich sehr dankbar!
jetzt antwortenKommentar meldenWir fliegen nächste Woche nach Texas .Was meinen Sie ,sollen wir oder nicht ?Ich habe dort eine Freundin und ich weiss nicht ob wir uns sonst mal wiedersehen werden
jetzt antwortenKommentar meldenDu hast vollkommen Recht! Man sollte diesen Fall zwar nicht auf die leichte Schulter nehmen aber es sei ernsthaft vor einer Panik gewarnt!
jetzt antwortenKommentar meldenDer Kommentar ist nicht gerade sinnvoll. Das H1N1 Virus überträgt sich über die Lunge und ist daher nicht über Wasser oder Schweinefleisch übertragbar. Die Grillsaison ist also nicht in Gefahr und auch das Wasser kann bedenkenlos weiter aus dem Wasserhahn getrunken werden. Ein Schutz mit Maske und Handschuhen, bzw. regelmässiges Desinfizieren der Hände, wenn man in unmittelbarer Nähe von infizierten Personen oder Tieren ist, reicht zum Schutz vollkommen aus. Auch die Behandlung von Patienten mit dem H1N1 Virus hat, wenn die Infektion rechtzeitig erkannt wird, recht gute Heilungschancen.
jetzt antwortenKommentar meldenSchweinegrippe primär durch Trinkwasser ausgelöst Unstreitig verbreitet sich die Schweinegrippe sekundär von Mensch zu Mensch. Aber: Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 30% (Sommer) bis 80% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland. Die Influenza kann durch kaltes Trinkwasser primär ausgelöst werden. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Ultrafiltration des Trinkwassers für 0,50 Euro je Person und Monat ist erforderlich. soddemann-aachen@t-online.de http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
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