Aprilaufstand der Aliens
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Von news.de-Redakteurin Anwen Roberts
Artikel vom 21.04.2009Nicht nur der neu entdeckte Exoplanet beflügelt die Fantasie der Ufo-Gemeinde. Pünktlich zum 21. April, ein wichtiger Jahrestag für die Exopolitikfront, outet sich ein ehemaliger Apollo-Astronaut als Alienfan - und fordert Präsident Obama zur Stellungnahme auf.
Der Ex-Astronaut Edgar Mitchell hat keinen Zweifel: Es gibt Außerirdische. Er ist auch fest überzeugt davon, dass die US-Regierung von deren Existenz weiß und dies absichtlich vor der Bevölkerung geheim hält. «Wir sind nicht allein», sagte Edgar Mitchell, der bei der Apollo-14-Mission im Jahr 1971 mit dabei war, nach Angaben des Senders CNN.
Der ehemalige Nasa-Astronaut wuchs in Roswell im US-Staat New Mexico auf - jenem Staat, in dem nach Überzeugung von Ufo-Gläubigen 1947 ein unbekanntes Flugobjekt mit außerirdischen Insassen auf dem Boden zerschellte. Das US-Militär habe seinerzeit alles getan, um das Ereignis zu verschleiern, sagte Mitchell laut CNN. Nun sei er als besonders vertrauenswürdige Person und zugleich Einheimischer eingeweiht worden, um die wahre Geschichte weiterzuerzählen und die Wahrheit aufzudecken.
Dass Mitchell mit seinem Insiderwissen pünktlich zum 21. April an die Öffentlichkeit geht, kann - verschwörungsrhetorisch ausgedrückt - unmöglich Zufall sein. Denn vor gerade zwei Tagen ist der Ufologenkongress X-Conference in Maryland zu Ende gegangen - wo Edgar Mitchell zum wiederholten Mal als Ehrengast anwesend war.
Schon vor exakt einem Jahr, am 21. April 2008, hatte die Exopolitik-Gruppierung Paradigm Research nach der X-Conference eine Pressemitteilung herausgegeben, anlässlich des 30. Jahrestages vom Uno-Beschluss 33/426. In diesem Beschluss seien die UN-Mitgliedsstaaten dazu eingeladen worden, auf nationaler Ebene die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz voranzutreiben, unter besonderer Berücksichtigung der Ufo-Forschung.
Das Problem daran ist nur: Der Uno-Beschluss 33/426 existiert nicht. Zumindest enthält die UN-Dokumentation zur UNISPACE III keinen Hinweis auf den Beschluss von 1978. Auch online organisierte Mythenjäger suchen derzeit engagiert aber ohne Erfolg nach 33/426.
Doch Energie für politische Revolutionen zeitigte der Fantasie-Beschluss damals trotzdem: Treibende Kraft der Uno-Ufo-Debatten Ende der 1970er Jahre war der korrupte Willkürherrscher des karibischen Kleinstaates Grenada, Eric Gairy, ein Ufologe und Paranoiker ersten Ranges. Als Gairy im März 1979 erneut nach New York reiste, um seine UN-Alien-Agenda weiter voranzutreiben, nutzte der Anwalt und Gewerkschafter Maurice Bishop das Machtvakuum für eine nahezu gewaltfreie Revolution.
Treppenwitz der Geschichte: Im CNN-Interview rief nun auch Mitchell nach höchster politischer Intervention. Er forderte die Regierung unter Präsident Barack Obama auf, ihr Wissen über die Außerirdischen und ihre Ufos offenzulegen. Der US-Präsident selbst hat sich bisher bedeckt gehalten. Im Wahlkampf war Obama einmal nach seiner Haltung zu Außerirdischen befragt worden - und hatte geantwortet, das komme ganz darauf an, ob es sich dabei um Demokraten oder Republikaner handele.
fme
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Offenbar hat der Autor dieses Artikels von der Materie einfach 0 Ahnung. Diesen UN Beschluss gibt es sehr wohl: http://unbisnet.un.org:8080/ipac20/ipac.jsp?session=1L308U482P303.34720&profile=bibga&uri=full=3100001~!749053~!4&ri=1&aspect=alpha&menu=search&source=~!horizon Wer sich ernsthaft mit dem Thema befassen will (und es lohnt sich), dem sei die Seite exopolitik.org ans Herz gelegt.
jetzt antwortenKommentar meldenIm United Nations Bibliographic Information System (UNBIS)findet man den UN-Beschluss 33/426 recht einfach. Hier ist der Link: http://unbisnet.un.org:8080/ipac20/ipac.jsp?session=1L308U482P303.34720&profile=bibga&uri=full=3100001~!749053~!4&ri=1&aspect=alpha&menu=search&source=~!horizon Eine Richtigstellung im Artikel wäre wünschenswert. Weiter Informationen rund um die X-Conference 2009 und anderen exopolitischen Themen finden Sie unter www.exonews.de. Vielen Dank.
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