In Slowenien, Australien und Kenia herrscht Problemtier-Alarm: Am Donnerstag war ein wilder Braunbär in der slowenischen Hauptstadt unterwegs. Wie einst Bruno die bayerischen Wälder, durchstreifte der slowenische Braunbär einen Park im Zentrum Ljubljanas.
Die Polizei riegelte das Areal ab und ermahnte die Bewohner, sich nicht in die Nähe zu wagen. Alarmierte Wildhüter machten sich auf die Jagd nach dem Tier und konnten es laut Berichten des Fernsehsenders TVS mit einem Spezialgewehr betäuben.
In Slowenien leben etwa 700 Bären. Es kommt aber selten vor, dass sie sich in bewohnte Gebiete vorwagen. Was mit dem Eindringling nun geschehen soll, blieb zunächst unklar.
Schlechter als dem Bären erging es vier Python-Schlangen, die in Australien während eines Fluges der australischen Fluggesellschaft Qantas Airways aus ihrem Käfig ausbrachen. Als das Bodenpersonal den Verlust beim Entladen des Frachtraums in Melbourne bemerkte, wurde das Flugzeug aus dem Verkehr gezogen, teilte die Fluggesellschaft am Donnerstag mit. Da die ungiftigen Pythons verschwunden blieben, musste die Maschine ausgeräuchert und desinfiziert werden - inzwischen fliegt sie wieder.
Gefährlicher als die nur 70 Zentimeter langen Schlangen ist ein Leopard, der sich einen dicht bevölkerten Stadtteil der kenianischen Hauptstadt Nairobi als Jagdrevier auserkoren hat. Die Zeitung Daily Nation berichtete am Freitag, die Raubkatze habe mehrere Hunde angefallen und auch Schafe gerissen. In dem Stadtteil Eastland leben viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Somalia, in den Innenhöfen der Wohnblocks sind Kamele, Schafe oder Ziegen durchaus übliche Haustiere.
Während die Bewohner nun die nächtlichen Streifzüge der Raubkatze fürchten, haben Wildhüter Fallen aufgestellt. Wird der Leopard gefangen, muss er auf Großstadtambiente nicht völlig verzichten: Er soll im Nairobi Nationalpark ausgewildert werden, wo er artgerecht, aber mit Blick auf die Skyline von Nairobi Gazellen und Antilopen jagen kann.
iwe/mik