Die Umstellung ist bis 2010 nicht abgeschlossen
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Im Rahmen der Bologna-Reform ist beschlossen worden, die Studienabschlüsse auf Master und Bachelor umzustellen. In vielen Bereichen ist das bereits gelungen, doch bis zum Jahr 2010 wird der Prozess nicht abgeschlossen sein.
Studienbewerber können an deutschen Hochschulen zwischen immer mehr Bachelor- und Masterangeboten wählen. Wie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn ermittelt hat, gibt es im diesjährigen Sommersemester 9510 Studiengänge mit den neuen Abschlüssen.
Das sind rund drei Prozent mehr als im vergangenen Wintersemester. Der Anteil der neuen oder umgestellten Studiengänge am Gesamtangebot ist damit um rund einen Prozentpunkt auf 76 Prozent gestiegen. Insgesamt stehen Studienbewerbern den Angaben zufolge derzeit 12.515 Studiengänge in Deutschland zur Auswahl.
Besonders an Fachhochschulen haben sich der Bachelor und der Master durchgesetzt: Dort sind bereits 95 Prozent aller Studiengänge auf einen der beiden Abschlüsse umgestellt. An den deutschen Universitäten beträgt die Quote derzeit 72 Prozent, an den Kunst- und Musikhochschulen liegt sie erst bei 31 Prozent.
Allerdings läuft die Umstellung der Studiengänge auf den neuen Abschluss nicht ganz reibungslos. So konnten beispielsweise in Sachsen-Anhalt bislang nur 78 Prozent aller Studienfächer auf Master und Bachelor umgestellt werden. Studiengänge in den Bereichen Lehramt oder Kunst konnten bisher jedoch nicht gänzlich angepasst werden. In Schwerpunkten Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Jura sei die Umstellung überhaupt noch nicht angegangen worden. Damit ist das Ziel, alle Studiengänge bis zum Jahr 2010 auf Master und Bachelor umzustellen, nicht mehr gänzlich umsetzbar.
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