Nach ihrem Abschluss stehen 90 Prozent aller Hochschulabsolventen in Lohn und Brot. Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist selten. Allerdings verzichten fast 30 Prozent der Frauen mit Hochschulbildung auf ein Einkommen - zugunsten einer Familie.
Ein Studium zahlt sich offenbar aus: Die meisten Hochschulabsolventen finden innerhalb von zehn Jahren nach dem Examen einen Job. Das geht aus einer Studie des Hochschulinformationssystems (HIS) in Hannover hervor.
5477 Absolventen des Jahrgangs 1997 wurden dafür befragt. Demnach sind 91 Prozent der Absolventen von Fachhochschulen (FH) und 89 Prozent der Uniabgänger zehn Jahre nach ihrem Abschluss erwerbstätig. Arbeitslos sind nur rund 1 Prozent der Befragten.
Die Quote der Erwerbstätigen unter den Absolventen ist bei Männer (97 Prozent) allerdings deutlich höher als bei Frauen (80 Prozent). «Ein wesentlicher Grund dafür sind Familiengründungen, die dazu führen, dass Akademikerinnen aus dem Erwerbsleben aussteigen», sagt HIS-Experte Gregor Fabian. So sagen 86 Prozent der erwerbslosen Frauen mit Hochschulabschluss, dass sie nicht arbeiten, um Zeit für die Erziehung ihrer Kinder zu haben.
Der Großteil der Absolventen ist zehn Jahre nach dem Examen unbefristet beschäftigt - das gilt für mehr als 80 Prozent der FH-Abgänger und 70 Prozent der Befragten mit Uniabschluss. Befristete Arbeitsverträge haben dagegen nur 5 beziehungsweise 10 Prozent der beiden Absolventengruppen.
Absolventen mit Uniabschluss haben dabei in der Regel ein höheres Einkommen: Inklusive Zulagen verdienen die Vollzeitbeschäftigten unter ihnen rund 64.000 Euro brutto im Jahr - bei ihren Kollegen mit FH-Abschluss sind es nur rund 60.000 Euro. Die Einkommen variieren außerdem stark zwischen den Fachrichtungen: Sozialpädagogen kommen den Angaben zufolge im Schnitt auf ein Jahresgehalt von 38.000 Euro, Wirtschaftsingenieure schaffen es auf mehr als 100.000 Euro.
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