Daniel V., der den Mord an der achtjährigen Michelle aus Leipzig bereits gestand, hat nun eingeräumt, sich auch sexuell an dem Mädchen vergangen zu haben. Gegen den 19-Jährigen soll so schnell wie möglich Anklage erhoben werden.
In einer schriftlichen Erklärung habe er sexuelle Übergriffe eingeräumt, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig heute mit. Er habe erstmals auch zugegeben, Michelle in seiner Wohnung getötet zu haben. Der 19-Jährige hatte nach seiner Festnahme vor drei Wochen den Mord gestanden, aber keine weiteren Angaben zum Tatgeschehen gemacht.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz, sagte, die Angaben des Beschuldigten würden nun mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen verglichen und auf Plausibilität hin geprüft. Es werde so schnell wie möglich Anklage erhoben. Nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung gab er auch an, Michelle vor zwei Jahren während eines Praktikums an deren Schule kennengelernt und in den Ferien im Sommer 2008 wieder getroffen zu haben.
«Seitdem hatte er sein Augenmerk auf das Kind gerichtet», zitiert das Blatt seinen Anwalt Malte Heise. Am 18. August habe er das Mädchen, das nur ein paar Häuser weiter wohnte, angesprochen und mit zu sich nach Hause genommen. Nach bisherigen Ermittlungen soll er das Mädchen unter einem Vorwand in die Wohnung gelockt und anschließend versucht haben, es zu vergewaltigen. Als sich das Opfer wehrte, tötete er es.
Daniel V., der eine Ausbildung zum Sozialassistenten absolvierte, hatte sich am 8. März gestellt - kurz bevor die Polizei ihn aufsuchen und um eine Speichelprobe bitten wollte. Michelles Leiche war drei Tage nach ihrem Verschwinden im August 2008 in einem Teich in ihrer Wohngegend entdeckt worden.
mas/ruk