Von Terry Collins
Ein 42-Jähriger hat im Norden von Kalifornien offenbar seine beiden Kinder und drei Verwandte seiner Frau getötet und sich anschließend das Leben genommen. Nur die Ehefrau überlebte schwer verletzt. Das Motiv des Familienvaters ist unklar.
Die Polizei fand in dem Wohnhaus in Rivermark, einem schicken Viertel von Santa Clara im Silicon Valley, ein Bild des Schreckens vor: Die Kinder des mutmaßlichen Täters, ein elfjähriger Junge und ein vier Jahre altes Mädchen, sowie ein Ehepaar im Alter von 25 und 35 Jahren lagen erschossen in dem Gebäude. Das elf Monate alte Mädchen des Paares war beim Eintreffen der Rettungskräfte noch am Leben, erlag seinen schweren Verletzungen aber wenig später im Krankenhaus. Erschossen im Obergeschoß wurde die Leiche des mutmaßlichen Schützen gefunden, wie Polizeisprecher Mike Sellers sagte.
Die etwa 30 Jahre alte Frau des Täters konnte entkommen und wurde von einem Nachbarn blutend auf dem Bürgersteig entdeckt. Er war es auch, der am Sonntagabend die Polizei rief. Bei dem erschossenen Ehepaar handelte es sich Sellers zufolge um Verwandte der Ehefrau aus Indien, die zu Besuch waren.
Die Familie sei erst vor wenigen Tagen in das Haus gezogen, sagte Polizeisprecher Phil Cooke. Am Tatort seien zwei Schusswaffen entdeckt worden. Über das Motiv für die Bluttat sei noch nichts bekannt, finanzielle Probleme hätten aber offenbar keine Rolle gespielt.
Auch im US-Staat Illinois brachte ein Vater offenbar seine Kinder um. Die Polizei fand zwei vermisste Brüder an einem abgelegenen Ort im Bezirk Putnam tot im Geländewagen ihres Vaters auf. Die beiden neun und sieben Jahre alten Jungen waren seit drei Wochen landesweit gesucht worden. Die Leiche des 40-jährigen Vaters lag gut 50 Meter vom Auto entfernt. Die Polizei ging davon aus, dass der Vater erst die Jungen und dann sich selbst getötet hatte.
Der Mann hatte seine Söhne nach einem Wochenendbesuch am 8. März nicht der Mutter zurückgebracht. Die Eltern waren seit 2006 geschieden und der Vater hatte erst kürzlich das Recht zugesprochen bekommen, seine Söhne bei Besuchen auch über Nacht behalten zu dürfen.
mas/iwi