Vier Wochen lang durchforsteten Biologen im letzten Sommer das abgelegene Hochland von Papua Neuguinea. Bei ihrer Rückkehr hatten sie 600 Tierarten im Gepäck. 50 davon hatte bis dahin offenbar noch kein Mensch katalogisiert.
Springende Spinnen, zirpende Frösche und elegant gestreifte Geckos steckten die Forscher der US-Naturschutzorganisation Conservation International (CI) in ihre Sammelbehälter. Bei ihren Untersuchungen fanden sie heraus, dass 50 Spinnen, drei Frösche und einer der Geckos der Wissenschaft völlig neu sind, wie CI heute in Washington bekannt gab. Auch zwei bis dahin unbekannte Pflanzen brachten sie mit.
«Das Kaijende-Hochland und seine Täler sind eine Wildnis, die kaum entwickelt ist», sagte Expeditionsleiter Steve Richards. Die dichten Wälder spielten beim Klimaschutz eine unerlässliche Rolle, weil sie große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid speichern.
An der Expedition nahm auch der Anthropologe William Thomas von der Montclair State-Universität teil. Er forscht seit langem über den dort ansässigen Hewa-Clan und dokumentierte bei dieser Gelegenheit deren Wissen über Natur, Tiere und Pflanzen in der Region.
iwi/ruk