Gleiches Geld für gleiche Qualifikation
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 19.03.2009
Frauen dürften nicht länger weniger verdienen als gleich qualifizierte Männer. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen fordert Unternehmen deshalb auf, sich einem Selbsttest zu unterziehen und etwas zu verändern.
Frauen sollten die gleiche Bezahlung erhalten wie Männer. Das fordert Familienministerin Ursula von der Leyen. Ein Entgeltunterschied von 23 Prozent zwischen beiden Geschlechtern sei nicht zu vertreten. «Das ist ein unrühmlicher siebtletzter Platz in Europa», sagte von der Leyen. Es seit notwendig, umgehend etwas dagegen zu unternehmen - auch in Krisenzeiten. Die seien dafür sogar bestens geeignet, immer würden Krisen häufig genutzt, um im Betrieb umzustrukturieren.
Zudem appellierte die Ministerin an die Unternehmen, sich freiwillig einem Selbsttest mit der Software LogibDabei handelt es sich um ein Testinstrument, dass in der Schweiz entwickelt wurde. zu unterziehen. Dabei handelt es sich um ein kostenfreies Programm, anhand dessen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern feststellen können, ob Männer und Frauen für gleichwertige Arbeit unterschiedlich bezahlt werden. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Qualifikation, Anforderungsniveau, Geschlecht, Lohn- und Arbeitsplatzdaten.
Gründe dafür, dass die Lohnlücke so hoch sei, sieht die Ministerin unter anderem darin, dass Frauen in verschiedenen Berufen und Branchen sowie auf höheren Posten kaum oder nicht vertreten seien. Zudem würden sie familienbedingt ihre Erwerbstätigkeit häufiger unterbrechen als Männer. Ungerecht sei die differenzierte Bezahlung nicht zuletzt deshalb, weil jede fünfte Familie auf das Einkommen der Frauen angewiesen sei. In ihnen seien die Frauen Haupternährer.
Diese Einschätzungen unterstützt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung. Derzufolge seien Ungleichbehandlungen selten finanziell bedingt. Viel eher seien die Ursachen in gesellschaftlichen Strukturen zu suchen, durch die Frauen es schwerer haben, an gut bezahlte Jobs zu kommen. Insgesamt hätten sich die großen Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern in den vergangenen 15 Jahren nicht wesentlich gebessert.
Für Ursula von der Leyen sei dies aber kein Grund, eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten gesetztlich festzulegen. Derlei zu regeln sei nicht Aufgabe der Politik, sondern von Firmen und Gewerkschaften. Anders sieht das die SPD. Parteivorsitzender Franz Müntefering hatte in dieser Woche der Nürnberger Resolution seine Unterstützung zugesagt und die politische Festschreibung einer Frauenquote nach norwegischem Modell gefordert.
ruk
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Nur 17 Prozent aller deutschen Führungskräfte sind weiblich. Das reicht den Unterzeichnern der Nürnberger Resolution nicht. mehr ...
Männer verdienen mehr als Frauen. Doch das hat nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, dass die männlichen mehr ...
Spätestens beim Geldbeutel ist Schluss mit der Gleichberechtigung: In Deutschland verdienen Frauen weiterhin fast ein Viertel mehr ...
Dünne Brieftaschen, dicke Portmonees - die Unterschiede bei Deutschlands Löhnen können kaum krasser sein. Weltweit sind die mehr ...
Frauen bekommen in der Europäischen Union deutlich weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Grund für die Ungleicheit, mehr ...
@jjj Wenn Sie glauben, dass der Maskulismus (inkl. MANNdat) im Besitz der absoluten Wahrheit ist, währrend der Feminismus nur propagiert und populisiert, dann irren Sie sich gewaltig!
jetzt antwortenKommentar meldenwer anstelle der ständigen Feministin-Propaganda mal Faktenhaben will sollte mal hier nachschauen http://manndat.de/index.php?id=43
jetzt antwortenKommentar melden