Früher waren Jäger die schlimmsten Feinde der Eisbären, inzwischen hat diese Rolle der Klimawandel übernommen. Vertreter der Polarstaaten haben sich im norwegischen Tromsø hinter verschlossene Türen zurückgezogen, um Lösungen für ihr Ökosystem zu finden.
Weltweit wird der Bestand der weißen Bären im Nordpolargebiet auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Experten fürchten, dass davon in wenigen Jahrzehnten ein Drittel und danach die komplette Art verschwunden sein könnte.
An dem Treffen in Tromsø nördlich des Polarkreises nehmen Regierungsvertreter aus Norwegen, Dänemark einschließlich Grönland, den USA, Kanada sowie Russland teil. Diese Staaten hatten 1973 ein Abkommen zum Artenschutz für Eisbären vereinbart, mit dem vor allem die Jagd als Bedrohung für den Artenbestand unterbunden werden sollte.
Die Belastungen für die Eisbären hätten sich mit den neuesten Erkenntnissen über den Klimawandel durch C02-Emissionen als noch schwerwiegender erwiesen als früher angenommen, sagte Norwegens Umweltminister Erik Solheim. Durch das immer schnellere Wegschmelzen von Eisbergen und Gletschern verlieren die Bären die Grundlage für die Jagd auf Robben, die ihre Hauptnahrungsquelle darstellen.
Der Artenschutz-Experte der Umweltorganisation WWF, Frank Barsch, verlangte aus Frankfurt am Main von der Konferenz «sehr, sehr klare neue Initiativen zum Schutz der Eisbären». Er mahnte: «Diese Tiere sind für uns Botschafter des Klimawandels und letztlich auch Vorboten dessen, was auf die Menschen selbst zukommen kann.»
Ähnlich argumentierte Solheim in Tromsø: Sollte sich das Abschmelzen des Eises auf Grönland und in anderen Polargebieten fortsetzen, hätte dies neben dem drohenden Aussterben der Eisbären auch «dramatische Folgen für die Lebensbedingungen von Milliarden Menschen». Deshalb müsse die Konferenz über den Schutz für Eisbären «ein klares Signal an die Kopenhagener UN-Klimakonferenz im Dezember senden, dass es mit dem Stopp der globalen Erwärmung und der arktischen Eisschmelze ausgesprochen eilig ist».
WWF-Experte Barsch verlangte von der Regierungskonferenz neben Signalen für die generell nötige Reduzierung von CO2-Emissionen vor allem die Ausweisung von Eisbär-Schutzgebieten. Hier dürfe es nicht die gerade durch den Klimawandel zunehmenden Öl- und Gasförderungen geben. Außerdem müsse auch die immer noch mögliche illegale Jagd auf Eisbären im östlichen Sibirien mit jährlich über 200 erlegten Tieren sofort unterbunden werden.
iwi/ruk
ihr habt mir geholfen und ich habe eine 1 bekommen in diesem refarat bekommen überdie eisbären danke für alles
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