Fr., 25.05.12

Hamburg 17.03.2009 Patientin mit Verdacht auf Ebola isoliert

Im Hamburger Universitätsklinikum ist eine Patientin mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Ebola-Virus eingeliefert worden. Die Frau wurde im Behandlungszentrum für hochansteckende Erkrankungen isoliert, eine Gefahr für die Bevölkerung sei ausgeschlossen, teilte das Klinikum mit.

Bei der Patientin handelt es sich Informationen zufolge um eine Wissenschaftlerin des Hamburger Bernhard-Nocht-Tropeninstituts. Bei Arbeiten im Hochsicherheitslabor habe sie bereits am vergangenen Donnerstag trotz ihrer Schutzkleidung eine Nadelstichverletzung erlitten, teilte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit.

Die Forscherin wurde weltweit erstmals mit einem Impfstoff mit einem gentechnisch veränderten Virus behandelt. Sie sei derzeit völlig beschwerdefrei, hieß es. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich eine Krankheit entwickele. Für die Bevölkerung bestehe aber keine Gefahr.

Das in Afrika vorkommende Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Das Virus wird nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts hauptsächlich durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, wahrscheinlich über bluthaltige Körpersekrete. Nach einer Inkubationszeit von zwei Tagen bis drei Wochen führt die Krankheit meist zu Fieber und inneren Blutungen, die Mehrheit der Patienten stirbt an Lungenversagen und Kreislaufschock.

Das Regenwald-Virus, das zuerst am Ebola-Fluss im Kongo auftauchte, lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Schon der Verdacht auf eine Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig. Nach Medienberichten unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation war Anfang des Jahres im Kongo erneut eine Ebola-Epidemie ausgebrochen.

mas/ruk
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