Gefahrenzulage für Lehrer gefordert
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Die Rückkehr zum Alltag fällt in Winnenden schwer. Fünf Tage nach dem Amoklauf soll mit freiwilligem Unterricht langsam Normalität einkehren, während die Polizei weiter ermittelt. Die Gewalttat löst nun Forderungen nach einer Gewaltzulage für Pädagogen aus.
Unterricht wird es im Gebäude der Albertville-Realschule bis auf Weiteres nicht geben. Damit das Leben in der Kleinstadt dennoch langsam wieder an Normalität gewinnt, wird den Realschülern freiwilliger Unterricht angeboten. Dieser findet in Gemeinde- und Sporthallen der Umgebung statt.
Unterdessen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert, Waffenbesitzer schärfer - und notfalls auch unangekündigt - zu kontrollieren. Claudia Roth, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, geht dieses Ansinnen nicht weit genug. Bei rund sieben Millionen Schusswaffen, die legal in privater Hand seien, sei nur «Abrüstung und Entwaffnung» der richtige Weg, sagte sie gegenüber der Sendung MDR aktuell.
Warum Tim K. Amok lief, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Polizei geht von psychischen Problemen aus, was die Eltern jedoch abstreiten. Der Vater wird sich wohl gerichtlich verantworten müssen. Er hatte die Waffe, mit der sein Sohn 15 Menschen tötete, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt.
Die Gewalttat, bei der auch drei Lehrerinnen umkamen, nahm der Deutsche Philologenverband zum Anlass, bessere Bezahlung und eine Gefahrenzulage für die Pädagogen zu fordern. «Der Amoklauf hat erneut gezeigt, dass Lehrer in ihrem Beruf immer öfter zum Hassobjekt werden. Man könnte jetzt über eine Art Gefahrenzulage nachdenken», sagte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Philologenverbandes, gegenüber Bild.
Rückendeckung für die Forderung gibt es seitens der CDU-Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche, die erklärte: «Der Lehrerberuf wird auch vor dem Hintergrund von Gewalt immer schwieriger. Eine Diskussion über spezielle Gehälter halte ich deshalb für richtig.»
ham/che
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Statt über eine Gefahrenzulage zu reden, sollte man darüber nachdenken, wie man die Bedingungen für Lehrer, Schüler und Eltern so gestalten kann, dass eine Gefahrenzulage nicht nötig ist.
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