Im November versuchte ein Amerikaner, ein wertvolles vergoldetes Lesezeichen aus dem einstigen Besitz von Adolf Hitler zu verkaufen. Nun hat er zugegeben, das Artefakt 2002 aus einem Auktionshaus in Madrid gestohlen zu haben. Ihm drohen sechs Monate Haft.
Ein 37-jähriger Amerikaner hat vor einem Gericht in Seattle im US-Bundesstaat Washington den Diebstahl zugegeben. Er habe das Sammlerstück 2002 aus einem Auktionshaus in Madrid entwendet und kürzlich in Seattle an den Mann bringen wollen. Der aus Rumänien stammende Einwanderer muss mit rund sechs Monaten Haft rechnen, berichtete die Zeitung Seattle Times am Donnerstag.
Der Fall hatte im November Schlagzeilen gemacht. Der Mann war Spezialfahndern in die Falle gegangen, als er versuchte, das 18 Karat schwere Lesezeichen vor einem Starbucks-Café in Seattle zu verhökern. Er wollte zwischen 100.000 bis 150.000 Dollar (rund 77.500 bis 116.000 Euro) für das Lesezeichen haben, das Hitler 1943 nach der deutschen Niederlage in Stalingrad von seiner Geliebten Eva Braun erhalten haben soll.
Auf dem Schmuckstück sind folgende Worte eingraviert: «Mein Adolf, sei beruhigt.» Braun wollte Hitler damit Mut machen, dass der Sieg im Zweiten Weltkrieg trotz der Niederlage in Stalingrad sicher sei. In den letzten Zeilen heißt es weiter: «Meine Liebe zu Dir wird ewig sein....» Das Lesezeichen war nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft nach Ende des Dritten Reiches zunächst in Besitz eines hohen deutschen Generals gelangt, der nach den Nürnberger NS-Verfahren zum Tode verurteilt wurde.
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