«Mit mir kann man Träume erleben»
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Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
Artikel vom 09.03.2009Es war nicht einfach, Barbie an ihrem 50. Geburtstag persönlich zu erwischen. Und dann sprach die berühmteste Puppe der Welt doch noch mit news.de über Ken, ihren Führerschein und darüber, welche Rolle sie sich selbst zuschreibt.
news.de: Barbie, Ihre Popularität ist seit 50 Jahren ungebrochen. Wie haben Sie es geschafft, sich immer im Gespräch zu halten?
Barbie: Oh, ich glaube, das liegt an zwei essenziellen Aspekten. Ich bin sehr modebewusst, trage immer Zeitgeistklamotten. Mein Outfit ist dem sehr ähnlich, was auf dem Cover der Vogue zu sehen ist. Und dann ist da auch die soziale Komponente. Mit mir kann man alles sein, alle Wünsche und Träume erleben, die Kinder mit dem Erwachsensein verbinden. Ich kann Prinzessin sein, aber auch Astronautin, Chefköchin, Tierärztin. Mit mir können die Kinder Geburtstag feiern oder mit dem Camper in den Urlaub fahren.
news.de: Wie schaffen Sie es, immer so jung und frisch auszusehen?
Barbie: Dazu möchte ich lieber gar nicht so viel sagen. Ja, ich bin alterslos und immer 29 Zentimeter lang. Und das will ich auch bleiben.
news.de: Oft wird Ihnen vorgeworfen, Sie seien oberflächlich und achteten nur auf Ihr Äußeres. Wie gehen Sie damit um?
Barbie: Ich bin eine moderne, gestandene Frau. So sehen das auch immer mehr Leute. Frau sein und erfolgreich seine Frau stehen schließt sich eben nicht aus. Dafür stehe ich, auch heute noch. Ich wurde ja auch bewusst so gebaut wie ich bin, weil ich eine Stimme haben und polarisieren wollte. Deshalb konnte ich in den 1960er Jahren mit dem Auto vorfahren, obwohl die meisten Frauen nicht einmal einen Führerschein hatten. Ich konnte auf den Mond fliegen und eine Kanzlerin ehren.
news.de: Erlauben Sie uns eine private Frage zu Ihrer Beziehung mit Ken. Es wurde gemunkelt, Sie hätten Affären mit anderen?
Barbie: Jaaa... es gab mal einen anderen Mann. Aber Ken steht mir natürlich immer noch sehr nah. Vielleicht kommt er ja zurück. Bei der New York Fashion Week ist er vorbeigekommen, erstmal als guter Freund.
news.de: In 50 Jahren hat sich die Welt ganz schön verändert. Wo sehen Sie Ihren Platz in der Zukunft?
Barbie: Ich werde auf jeden Fall eine klassische Spielpuppe bleiben. Klar, dass ich mich auch der Digitalisierung nicht widersetzen kann, der Barbieclub kommt zum Beispiel in Deutschland digital zurück. Aber wir dürfen nicht vergessen, wie wichtig für Mädchen das klassische Rollenspiel ist. Mama und Papa hatten Streit, das wird nachgespielt. Ich bin für kleine Mädchen etwas ganz Privates, oft sind sie ganz allein mit mir im Zimmer als beste Freundin.
news.de: Kleine Jungs haben nicht so viel für Sie übrig, oder?
Barbie: Es gibt schon eine Phase, in der auch Jungs mit mir spielen, zum Beispiel mit ihren Schwestern. Das nimmt aber meist schnell wieder ab. Mädchen sind geselliger, spielen mehr miteinander. Und eben auch mit mir. Jungs suchen eher den Wettbewerb, da trennt sich die Welt schnell. Ich bleibe auf der Seite der Mädchen.
In Barbies Plastikkörper schlüpfte für dieses Gespräch eine Barbie-Insiderin der Firma Matell.
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