Holy shit, das wird hart!
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Von news.de-Redakteur Frank Meinzenbach
Artikel vom 24.02.2009Entbehrung pur: Ich werde mich 49 Tage lang nicht rasieren. Das wird vielleicht ein paar Bin-Laden-Witze geben, aber das halte ich aus. Viel schlimmer: Ich darf auch nicht mehr auf Englisch fluchen! F#*?in' Hell!!!
Das Unheil nahm vergangenen Mittwoch seinen Lauf. Die lieben Kollegen strömten aus einer Beratung, samt den passenden Ideen für meine «Sieben Wochen ohne». Um Vorschlag Nummer eins, sieben Wochen ohne Alkohol, kam ich nochmal rum. «Get the fuck out of here! Das ist persönlichkeitsverändernd», konnte ich mich retten. Grinsen im Rund. «Das bringt uns zu Vorschlag Nummer zwei: Wie wäre es, wenn du sieben Wochen nicht mehr auf Englisch fluchst?»
OK, ich nerve meine Kollegen mit meinen anglophonen Fluchtiraden, das weiß ich jetzt. Aber ein überrascht geäußertes «F*@# me!», mit dem «me» ganz hinten im Hals einmal auf- und absteigend – das lässt sich nicht adäquat in meine Muttersprache übertragen. Und jetzt kommen Sie mir ja nicht mit «F!%# mich!» als Übersetzung! Schämen Sie sich, das klingt einfach nur pubertär rabiat, nach Möchtegern-Rappern aus der Neubausiedlung. Tut mir leid, aber Sido ist nicht mein Stil.
Dann schon eher das britisch-ironische «Nice!» - allerdings ähnlich weit hinten im Rachen geformt und eher wie «Noijs» ausgeprochen. Wie soll ich 49 Tage darauf verzichten? Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer - sangen schon Xavier Naidoo und unsere Nationalmannschaft. Nur dass die WM nach exakt 31 Tagen vorbei war. Das kann eigentlich nur in die Hose gehen – no way!
Warum tu ich mir das an? Keine Ahnung. Wahrscheinlich weil ich es irgendwo witzig finde. Und man muss auch fair sein: Der ganze Selbstversuch der Redaktion macht nur halb so viel Spaß, wenn man nicht auch selbst leiden muss. Nur die anderen quälen ist feige. Dumm nur, dass es morgen bereits los geht. Heute wird also nochmal ordentlich geflucht wie ein Pferdekutscher. Und natürlich tipptopp rasiert!
Vielleicht hat die Sache auch was Gutes: Englisches Rumprollen kommt bei Frauen nicht an. Glauben Sie's mir, ich hab's erlebt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Halte ich durch, steigen meine Chancen. Dumm nur, dass ich im Gesicht in wenigen Wochen zugewachsen sein werde wie ein Waldschrat. Na ja, was soll's – wenigstens habe ich noch den Jack Daniel's zum Trost.
mik
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Spieen Sie nicht Osterhase .Der Bart paßt besser zu einem Weihnachtsmann !!
jetzt antwortenKommentar meldenWenn unsere Leser das wünschen, besonders wenn sie so einen schönen Namen haben, wird mein Leiden selbstverständlich auch visuell dokumentiert. Viel Spaß mit unserer Serie!
jetzt antwortenKommentar meldenGroßartig analysiert. Pest und Cholera, Regen und Traufe... Peitsche ohne Zuckerbrot... Bekommen wir die Bilder dieses Selbstversuches zu sehen?
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