Trauriges Ende eines Ausfluges: In der Slowakei ist ein Zug an einem unbeschrankten Bahnübergang auf einen Reisebus geprallt. Bei dem Unfall starben zwölf Menschen. Der Lokführer habe keine Chance zum Bremsen gehabt, hieß es.
Bei den Opfern, die in dem Reisebus zu einem Ski-Wochende unterwegs waren, handelt es sich um Touristen aus der Westslowakei. 20 weitere Buspassagiere wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mehrere Verletzte hätten operiert werden müssen, seien aber in stabilem Zustand, hieß es.
Der Reisebus war heute Morgen auf einem unbeschrankten Bahnübergang am Rande des Dorfes Polomka bei Brezno in der Mittelslowakei von dem Zug erfasst worden. Medienberichten zufolge stand der Bus auf dem Bahnübergang, als plötzlich hinter einem Hügel der Zug auftauchte. Der Lokführer habe keine Möglichkeit gehabt, rechtzeitig anzuhalten. Der Zug sei mit rund 70 Stundenkilometern in den Reisebus gefahren.
Der Bahnübergang wurde von Augenzeugen als «sehr unübersichtlich» beschrieben. Aufnahmen des Unglücksortes zeigten, dass der Bus bei dem Aufprall komplett zerstört wurde. Zug und Bus waren ineinander verkeilt. Wie slowakische Medien unter Berufung auf die staatliche Eisenbahngesellschaft berichteten, wurde im Zug niemand ernsthaft verletzt.
Die slowakische Regierung wolle zu einer Sondersitzung zusammenkommen und den Sonntag zu einem nationalen Trauertag ausrufen, teilte das Innenministerium mit.
jek/seh