Mit Früherkennung zum Schulerfolg
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«In einer solchen Zusammenarbeit entwickelt sich auch bei den Müttern und Väter ein Gefühl der Sicherheit, das wiederum eher die Bereitschaft keimen lässt, sich selbst in die Lernförderung einzubringen», bestätigt Hermann Schöler, Professor für Pädagogik der Lernförderung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Vor Vorurteilen und negativen Reaktionen ist das baden-württembergische Konzept freilich nicht gefeit. So sei immer wieder der Vorwurf laut geworden, dass Kinder mit der Einteilung in die Fördergruppen stigmatisiert würden. Anderseits gebe es eine Ungleichbehandlung von Kindern, deren Schuleintritt um ein Jahr zurückgestellt sei. Denn die hätten keinen Anspruch auf Förderung.
Und auch die Frage der pädagogischen Kompetenz ist nicht gänzlich gelöst. Schöler will deshalb die Professionalisierung im Land stärker vorantreiben. So sollten 60 Prozent derer, die direkt mit Kindern arbeiten, eine entsprechend anerkannte Ausbildung haben. «Mindestens einen Bachelor in frühkindlicher Erziehung oder Entwicklungspsychologie. Bisher ist das nur bei zwei Prozent der Fachkräfte tatsächlich der Fall», gibt Schöler in Hannover zu bedenken.
Zudem sei ein weiteres Problem zu lösen. «Kinder bis zum 10. Lebensjahr kommen fast nie mit männlichem pädagogischem Personal in Berührung», so der Wissenschaftler. Entwicklungspsychologisch sei das nicht vertretbar. Schöler fordert deshalb mindestens 20 Prozent Männer im Bereich der elementaren Bildung.
ruk
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