Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Der World Press Photo Award gilt unter Fotojournalisten weltweit als größte internationale Auszeichnung. Jährlich erhält die Organisation zehntausende Zuschriften, aus denen im Februar die Siegerfotos in verschiedenen Kategorien ausgesucht werden.
Zur Jury gehören 13 Fotojournalisten, Vertreter von Nachrichtenagenturen und Bildredakteure aus aller Welt. Eigenen Angaben zufolge trifft die Jury losgelöst von der World Press Photo Organisation ihre Entscheidung. Die Sieger werden heute gegen 11 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz in Amsterdam bekannt gegeben.
«Das Pressefoto des Jahres zeichnet ein Bild aus, das [...] ein Thema, eine Situation oder ein Ereignis von großer journalistischer Bedeutung repräsentiert und dabei eine überragende visuelle Wahrnehmung und Kreativität an den Tag legt», heißt es auf der Internetseite der Organisation. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Außerdem erhält der Preisträger eine nagelneue Digitalkamera mit modernster Technik. Zusätzlich premiert werden die besten Einsendungen in Kategorien wie Porträt, Kunst und Unterhaltung, Natur oder Sport.
Der Wettbewerb findet seit 1955 regelmäßig statt, mit Ausnahme der Jahre 1959, 1961 und 1970. Siegermotive zeigten bisher unter anderem die Heimkehr deutscher Kriegsgefanger aus Russland, die Selbstverbrennung buddhistischer Mönche in Vietnam oder die Massaker an Palästinensern im Libanon. Andere Fotos beschäftigten sich mit der Rassentrennung in den USA, den langjährigen Unruhen in Nordirland oder dem ersten Auftreten des HI-Virus.
Im vergangenen Jahr wurde ein Bild des britischen Fotografen und Dokumentarfilmers Tim Hetherington zum Pressefoto des Jahres gekürt. Es zeigt einen amerikanischen Soldaten während einer Gefechtspause in Afghanistan. Beworben hatten sich mehr als 5000 professionelle Fotografen aus 125 Ländern. Rund 80.000 Einsendungen hatte die Jury zu durchforsten.
gua