Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Am Tag der Liebenden stehen Blumen noch immer ganz oben auf der Wunschliste vor allem vieler Frauen. Aber müssen es immer rote Rosen sein? Gefühle lassen sich auch mit anderen farbenfrohen Gewächsen prima zum Ausdruck bringen.
Der Valentinstag ist für den Blumenhandel ein gutes Geschäft. Bundesweit war in den vergangenen Jahren meist die Rede von einem Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe. «Es kommt aber immer darauf an, ob der Valentinstag mitten in der Woche oder am Wochenende liegt», sagt Susi Schirmer, Floristin aus Leipzig. Unter der Woche kommen so im Vergleich zu einem normalen Arbeitstag gut 1500 Euro mehr zusammen. Am Wochenende sind es immerhin noch 1000 Euro, erzählt die 30-Jährige.
Beliebteste Blume am Valentinstag ist und bleibt dabei die Rose. «Daran kommt man am Valentinstag nicht vorbei», sagt Schirmer. Das sei noch immer das bekannteste Symbol für die Liebe. Allerdings greifen viele Leute auch gern zu anderen Farben. Schließlich steht auch die rosafarbene Rose für Romantik, Schönheit und Zärtlichkeit. Gelbe Rosen wiederum können je nach Region tiefe Verehrung bedeuten, aber auch Zeichen für Neid, Eifersucht und Untreue sein. Orangefarbene Rosen stehen für Glück und Hoffnung, weiße für Unschuld, Treue oder heimliche Liebe.
Gerade im Frühjahr bieten sich aber auch zahlreiche andere Blumen für den Liebsten oder die Liebste an. Eine Amaryllis zum Beispiel blüht bis März oder April, zeichnet sich durch leuchtende Farben von weiß bis scharlachrot aus und steht für Stolz. Callas wiederum blühen sogar ganzjährig und sind daher immer als Geschenk geeignet. Zudem rät Schirmer zu Chrysanthemen, Freesien – eine Form der Schwertlilie, die Zärtlichkeit ausdrückt –, Mimosen oder Stiefmütterchen.
«Es bieten sich aber auch Topfpflanzen an», sagt die Floristin. Kalanchoes etwa, auch bekannt als Flammendes Kätchen oder Goethe-Pflanze. Ursprünglich nur als rote Blume zu finden, blüht die Kalanchoe mittlerweile dank verschiedener Züchtungen in zahlreichen Tönen. Hyazinthen wiederum machen sich gut sowohl als Topfpflanze als auch im Strauß. Aber Vorsicht: In manchen Regionen sagt die Hyazinthe dem Beschenkten: «Deine Kälte lässt mich verschmachten.»
Für komplette Blumensträuße eignen sich am 14. Februar rein farblich gesehen auch Tulpen, Narzissen, Ranunkeln und Anemonen. Wer einen Blick ins Pflanzenlexikon wirft, sollte jedoch ebenfalls aufpassen. Eine Tulpe schenkt man eher jemandem, der «keine echten Empfindungen» hat und Narzissen können besonders egoistischen Menschen als Wink mit dem Zaunpfahl dienen. Eine Ranunkel wiederum sagt dem Beschenkten: «Du bist zauberhaft» und mit einer Anemone eröffnen Sie einem ganz besonderen Menschen: «Ich möchte ganz bei Dir sein».
Wenn Sie also zum Valentinstag Blumen für sich sprechen lassen wollen, seien Sie sorgfältig bei der Auswahl. Und nehmen Sie es als Beschenkte oder Beschenkter nicht krumm, wenn Ihnen jemand eine Dahlie überreicht. Vermutlich hat er oder sie gar nicht gewusst, dass die Botschaft dieser Blume lautet: «Ich bin schon vergeben.»
Mehr Informationen zur Sprache der Blumen finden Sie bei Sternenflimmer, beim Blumenbutler oder bei Blumen-Susi.