Trotz aller Mäßigungsappelle ist Trinken bis zum Umfallen bei vielen Jugendlichen nach wie vor angesagt. Immer häufiger landen Teenies mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Erschreckend ist, dass sich die Zahl volltrunkener Mädchen seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat.
Erst kürzlich präsentierte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, alarmierende Zahlen, wonach 2007 bundesweit 23.165 junge Leute im Alter zwischen 10 und 20 Jahren zur Ausnüchterung in der Klinik landeten. Das waren im Schnitt mehr als 63 pro Tag und insgesamt so viele wie nie zuvor.
Erstmals mussten mehr Mädchen (1942) als Jungen (1837) zwischen 10 und 15 mit dem Rettungswagen abtransportiert werden - die Zahl der volltrunkenen Mädchen hat sich seit 2000 verdoppelt. Ein Viertel der Jugendlichen gab an, mindestens einmal im Monat hemmungslos zu trinken. Die Folge: 20 Prozent mehr Alkoholvergiftungen als im Vorjahr. In Nordrhein-Westfalen wurden 5267 junge Leute mit Alkoholvergiftungen in Kliniken gebracht, in Bayern waren es 4487. In Berlin soff sich 2007 der erste Jugendliche zu Tode.
Gefördert wird das Koma-Saufen oft auf sogenannten Flatrate-Partys. Dort kann Alkohol zum Festpreis in beliebiger Menge getrunken werden. In Gaststätten wird zu einem Eintrittspreis unbegrenzt ausgeschenkt. Da die freie Auswahl - neben Bier oft auch Hochprozentiges - manchmal zeitlich begrenzt ist, schütten die jungen Gäste große Alkohol-Mengen in kürzester Zeit in sich hinein.
Zu Botellón genannten öffentlichen Massenbesäufnissen verabreden sich Jugendliche im Internet. Diese organisierte Sauf-Bewegung stammt aus Spanien, wo sich oft mehrere tausend junge Trinker in Parks treffen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in Deutschland keinen Alkohol kaufen. Bei Verstößen drohen Wirten oder Händlern bis zu 50.000 Euro Geldbuße.
mas/ruk
ich habe das gefühl jemehr darüber berichtet wird u. immer mehr verboten wird umsomehr wird getrunken ,denn gerade verbotenens macht bekanntlich mehr spass, gerade bei den kids, um ernsthaft etwas zuereichen, sollte man die ursachen beseitigen und sich viel mehr um die kinder und jugendlichen kümmern, die eltern müssen arbeiten und abends sind sie zumüde, bei arbeitslosen u. harz4 empfängern fehlt die perspektive, es sollten ganztags kindergärten und horte geben die auch abends noch offen sind und kostenlos für alle sind, statt mehr kindergeld sollte man mehr öffentliche einrichtungen schaffen
jetzt antwortenKommentar meldenIch frage mich immer wieder, wie sehr doch die Eltern dieser Kinder ihre Aufklärungs- und Erziehungspflichten verletzt haben müssen, dass es zu Komasaufen überhaupt kommt. Wenn dann diese Kinder lebenlange Organschäden, z. B. an der Leber davon tragen, dann sollten die Krankheitskosten nicht zu Lasten der Krankenkassen gehen! Vielleicht sollten Kurse für Eltern Pflicht werden, wo man den Eltern beibringt, welche Pflichten sie als Eltern haben. Fehlverhalten von Kindern ist in der Regel eine Sache fehlender Erziehung.
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