Fr., 25.05.12

Notlandung im Hudson River 09.02.2009 Den «Superhero» quälten schlaflose Nächte

Sullenberger (Foto)
Airbus-Pilot Chesley Sullenberger mit seiner Frau Lorrie und den beiden Töchtern Kate (vorn links) und Kelly. Bild: ap

Flugkapitän Chesley Sullenberger hat nach der dramatischen Notlandung seines Airbus A320 im New Yorker Hudson River zahlreiche schlaflose Nächte verbracht. Ihn quälte vor allem die Frage, ob er wirklich alles richtig gemacht hatte.

Die ersten Nächte seien die schlimmsten gewesen, sagte der für seine fliegerische Meisterleistung gefeierte Sullenberger gestern Abend im US-Sender CBS. Er habe zunächst gedacht, dass er in der kritischen Situation nach dem Ausfall beider Triebwerke kurz nach dem Start etwas anderes hätte tun können.

Mittlerweile bedauere er aber keine seiner Handlungen mehr. Die Entscheidung, das Flugzeug mit 155 Menschen an Bord auf dem Fluss zu landen, sei die einzige vernünftige Alternative zu dem Versuch gewesen, zum New Yorker Flughafen La Guardia zurückzukehren oder auf dem Airport von Teterboro in New Jersey zu landen. Nach der spektakulären Wasserung des Airbus am 15. Januar hatten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder das Flugzeug lebend verlassen können.

Im Steigflug waren Vögel in die Triebwerke geraten. Sullenberger sagte in der Sendung 60 Minutes, es sei ein widerliches Gefühl gewesen. Das Geräusch, als die Gänse gegen die Maschine prallten, und der Geruch verbrannten Geflügels, der in die Kabine zog, seien schockierend gewesen, berichtete der US-Airways-Pilot. Es habe sich angefühlt, als ob die Maschine in schweren Regen oder Hagel geraten sei.

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