Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
In Deutschlands Bildung liegt so manches im Argen. Doch noch nie haben sich Forscher intensiv mit Details befasst. Das wird sich jetzt ändern.
Jährlich sollen rund 60.000 Menschen in Deutschland zu ihrem Bildungsweg befragt werden – und das bis zum Jahr 2013. Der Startschuss zu dem Forschungsvorhaben fällt heute.
Was sich die Forscher davon erhoffen, ist ein tiefgreifender Einblick darin, wie die Deutschen lernen und welche Rolle dabei unter anderem soziale Faktoren spielen. Im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen wie PisaInternationale Studie, die schulische Leistungen untersucht und seit dem Jahr 2000 regelmäßig in den meisten Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt wird. und IgluSteht für Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung, die das Leseverständnis von Schülern der vierten Klassen untersucht und vergleicht. handelt es sich bei dem Bildungspanel nicht um eine quantitative Studie, die lediglich eine Momentaufnahme der Lage darstellt.
Die Pläne sehen stattdessen vor, die verschiedenen Bildungswege im Detail zu erforschen. Die Bildungsforscher wollen nicht nur Erfolge und Niederlagen erheben. Sie wollen auch schauen, wie sich Kinder entwickeln, die aus der gleichen Familie stammen, aber an unterschiedlichen Schulen unterrichtet werden und welche gesellschaftlichen Auswirkungen Bildungskarrieren haben.
Doch das Bildungspanel geht noch weit darüber hinaus. Denn es geht nicht nur um Deutschlands Schüler, sondern auch um jüngere Kinder und die erwachsene Generation. Unter die Lupe werden dabei einerseits die Bildungskarrieren genommen. Gleichzeitig soll aber auch der Blick darauf nicht fehlen, wie sich Gleichaltrige untereinander in Sachen Bildung beeinflussen.
Ein ganzes Forschernetzwerk widmet sich dem Großprojekt, das zentral vom Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung Bamberg geleitet wird. Die Bundesregierung stellt für das Vorhaben rund 70 Millionen Euro zur Verfügung.
Der Zufall soll darüber entscheiden, wessen Bildungsweg Eingang in die Erhebung findet. Die Daten sollen anonymisiert ausgewertet werden. Mit den Ergebnissen wird vor dem Jahr 2015 nicht zu rechnen sein. Liegen diese aber einmal vor, sollen sie als Basis für bildungspolitische Entscheidungen dienen und dazu beitragen, dass Deutschland sich in Sachen Wissen und dessen Anwendung weltweit wieder eine Spitzenposition erobert.
dann wissen wir ja im jahr 2013, woran es im bildungssystem hapert. leider ist bis dahin eine ganze generation von schülern verblödet. und schuld daran ist die politik, vor allem die unsinnige länderhoheit über die bildung. das wird geschachert auf dem rücken der schüler!
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