Fr., 25.05.12

Vergabe von Studienplätzen 02.02.2009 Schavan will Dampf machen

DEU Kabinett (Foto)
Annette Schavan will das Theater zwischen ZVS und Hochschulen nicht länger hinnehmen. Bild: ap

In den schwelenden Streit zwischen der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen und den Hochschulen will sich jetzt Bundesbildungsministerin Annette Schavan einmischen. Das soll endlich Bewegung in die verfahrene Situation bringen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist verärgert über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Die Umsetzung eines neuen Verfahrens für die Zulassung von Erstsemestern komme nur schleppend voran, sagte ein Ministeriumssprecher dem Handelsblatt. Nun werde sie «keine weitere Verzögerung akzeptieren» und deshalb im Februar alle Beteiligten zu einem Gespräch einladen. Die Ministerin erwarte dann einen «ganz klaren Fahrplan». Sie zweifle inzwischen an der «Fähigkeit der ZVS-Leitung», endlich schnell umzusetzen, was längst vereinbart sei.

Derzeit bleiben laut des Berichtes wegen Koordinierungsproblemen bei der ZVS in den zulassungsbeschränkten Studiengängen 10 bis 20 Prozent der Plätze unbesetzt. Entstanden sei das Problem dadurch, dass die Hochschulen ihre Studenten zunehmend selbst auswählen dürften. In Großbritannien gleiche eine zentrale «Clearingstelle» Nachfrage und Angebot ab. In Deutschland sei der Versuch, eine solche Stelle aufzubauen, bisher aber gescheitert.

Die Hochschulrektorenkonferenz wirft derweil der ZVS vor, das gemeinsam vereinbarte Verfahren verschleppt zu haben. Seitens der ZVS wird damit gekontert, dass die Hochschulen selbst ein funktionierendes System behindern würden und stattdessen lieber ein neues, technisch aufwändiges Verfahren umgesetzt sehen wollen.

ham/ruk
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