Lottoquittung verloren, Zahlen nicht richtig gelesen, Spielschein verlegt oder weggeworfen, gerade im Urlaub und nicht mehr an den Lottoschein gedacht - es gibt viele Gründe, warum so mancher potenzielle Lotto-Millionär keine Freude am Gewinn hatte.
In Deutschland grassiert das Lotto-Fieber, denn im Jackpot warten in der morgigen Ziehung 35 Millionen Euro auf den Gewinner. Wer die Riesensumme gewinnt, wird sein Glück kaum fassen können. Doch so mancher potenzielle Lotto-Millionär hatte in der Vergangenheit keine Freude an seinem Glück.
Dezember 2008: Nach fast drei Monaten meldete sich ein Lottogewinner bei der Lottogesellschaft in Hannover, um seinen Gewinn von mehr als 300.000 Euro in Empfang zu nehmen. Seit dem 1. Oktober war der Mann mit den sechs Richtigen durch Aufrufe in den Medien gesucht worden. Am Tag vor Heiligabend kam er in die Lotto-Zentrale - fast zu spät, denn am Jahresende wäre sein Gewinn verfallen. Der Familienvater hatte seine Spielquittung in der Brieftasche vergessen.
März 2008: Richtig Pech hatte ein Lottospieler aus Halle, der den Hauptpreis einer Lottoziehung nicht abholte. Der Gewinn - ein Auto der gehobenen Mittelklasse - verfiel im März. Die Frist von 13 Wochen sei abgelaufen, teilte die Lottogesellschaft mit. Der Wagen war der Hauptpreis einer Nikolaus-Sonderziehung im Dezember 2007 gewesen.
März 2007: In Nordrhein-Westfalen spielte sich der Alptraum jedes Lottospielers ab. Jackpot geknackt, Lottoschein unauffindbar. 13,7 Millionen hatte die 79 Jahre alte Rentnerin gewonnen - doch die Spielquittung war verschwunden. Die Wohnung wurde auf den Kopf gestellt - vergebens. Es blieb nur die Mülltonne. Und tatsächlich: In einer zerknüllten Frauenzeitschrift fand sich der millionenschwere Papierschnipsel. Der Gewinn konnte doch noch ausgezahlt werden.
August 2004: Der erste Lotto-Millionär des Jahres hat seinen gesamten Gewinn von 9,1 Millionen Euro gespendet. «Wir haben es schon erlebt, dass Menschen gespendet haben, aber in der Form ist das völlig neu gewesen», sagte WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste. «Die Entscheidung ist interessant, aber auch sehr ungewöhnlich.» Mit Hilfe der Lotto-Gesellschaft habe der Mann eine Stiftung für soziale Zwecke gegründet. Die Lottogesellschaft hatte den Mann nach seinem Gewinn zehn Wochen gesucht. Der Glückspilz habe seit dem 3. Januar von seinem Gewinn gewusst. «Er wusste auch, dass wir ihn suchen», sagte Bamfaste. Er habe sich aber erst einmal «alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen» wollen.
Gewinne, die nicht abgeholt werden, fließen zu 100 Prozent in Sonderauslosungen. Diese werden viermal im Jahr bundesweit organisiert - häufig mit Sachpreisen wie Autos.
mas
--- würde mir wünschen endlich mal in den ganzen Berichten nicht mehr Al"b"traum mit "P" zu finden - mein Gott, wir sind nicht nur in den Alpen. Peter Göring Persimplex Verlag
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