Die Studenten müssen den Streit ausbaden
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 28.01.2009Für die Vergabe freier Studienplätze zum Wintersemester 2009/2010 wird ein Chaos erwartet. Auslöser ist die dezentrale Vergabe, die einen Datenaustausch zwischen den Hochschulen erschwert.
Um angehenden Studenten die Wartezeiten zu verkürzen und frei gebliebene Plätze zeitnah an Bewerber zu bringen, soll die Bearbeitung der eingereichten Unterlagen schneller erfolgen. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn hat deshalb heute alle Hochschulen aufgefordert, die Bewerbungspapiere erst bei der Immatrikulation auf Echtheit zu prüfen.
Darüber hinaus soll das Hauptverfahren der Studienplatzvergabe bereits zum 1. September beendet sein. Das könne dazu beitragen, die derzeit langwierigen Nachrückerverfahren schneller zu beginnen, hieß es aus Bonn. Frei gebliebene Plätze sollen darüber hinaus in einer elektronischen Studienplatzbörse ausgeschrieben werden, wie es in Baden-Württemberg bereits üblich ist.
Verzögerungen in der Vergabe werden sich trotz der heutigen Beschlüsse aber nicht vermeiden lassen. In einigen Fällen könnte das sogar bedeuten, dass Studienanfänger erst dann ins Studium einsteigen, wenn das Semester bereits begonnen hat.
Den schwarzen Peter dafür schiebt Margret Wintermantel, Präsidentin der HRK, der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zu. Die habe «das von ihr selbst vorgelegte Übergangsverfahren nicht fristgerecht» umsetzen können. Aus ZVS-Sicht sieht das erwartungsgemäß etwas anders aus.
Der Grundstein für die Zwistigkeiten wurde 2004 gelegt, als ein Gutachten des Wissenschaftsrates anregte, die ZVS in eine Servicestelle umzuwandeln. «Als administrative Unterstützung für die Hochschulen», erklärt ZVS-Pressesprecher Bernhard Scheer. Im Unterschied zur bis dato gültigen zentralen Vergabe von Dortmund aus, bleiben die Hochschulen mit diesem Servicesystem bei den Auswahlkriterien vollkommen autonom.
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