Sechs Tage nach der spektakulären Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River in New York haben Taucher das linke Triebwerk der Unglücksmaschine gefunden. Es soll helfen, die Unfallursache zu klären.
Im rechten Triebwerk, das trotz des harten Aufpralls nicht von der Tragfläche abgerissen war, entdeckten die Ermittler heute eine Feder und «organisches Material», wie der Stadtsender NY 1 unter Hinweis auf die Polizei berichtete. Proben wurden zur Analyse nach Washington geschickt. Experten rechnen damit, dass die Untersuchungen noch Wochen, wenn nicht Monate dauern.
Das vermisste linke Triebwerk war nach langer Suche mit Sonargeräten geortet worden. Gestern fanden Taucher es dann in etwa 20 Meter Tiefe unweit der Stelle, an der das Flugzeug niedergegangen war. Der etwa vier Tonnen schwere Motor soll in den kommenden Tagen von einer Spezialfirma geborgen werden. Die Maschine selbst war am Wochenende in einer Großaktion aus dem Fluss gehoben und zur Untersuchung an Land gebracht worden.
Bei dem Unglück in der vergangenen Woche waren 90 Sekunden nach dem Start beide Motoren ausgefallen. Der Pilot hatte zuvor «doppelten Vogelschlag» gemeldet. Möglicherweise sind also Vögel in die Turbinen geraten und haben sie so blockiert. Die Behörden äußerten sich bisher noch nicht zur Unfallursache.
jan