Notwasserung mit 155 Passagieren
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In New York ist ein Passagierflugzeug in den Hudson-Fluss gestürzt. Ersten Medienberichten zufolge waren über 150 Menschen an Bord. Der Pilot hatte offenbar eine Notlandung versucht. Die Behörden gehen nicht von einem Anschlag aus.
Der Airbus 320 versank bis zu den Fenstern in dem Fluss und trieb lange genug in dem Wasser, so dass die Passagiere aus der Maschine in das eiskalte Wasser flüchten konnten. Offenbar überlebten alle Insassen. Berichte über Tote oder Schwerverletzte gab es zunächst nicht.
Eine ganze Armada von Rettungsbooten und Fähren eilte zu der Unglücksstelle, um die Insassen in ihren gelben Rettungswesten aus den Fluten zu ziehen. Das Heck und das Dach schauten zunächst noch aus dem Wasser, doch die Maschine schien langsam immer tiefer zu sinken.
Eine Sprecherin der Flugaufsichtsbehörde FAA erklärte, die Maschine sei vermutlich mit Vögeln zusammengestoßen, die die Triebwerke zerstört hätten. Laut Bundespolizei FBI gab es keine Anzeichen für einen Terroranschlag. Auch das Heimatschutzministerium ging nicht von einem Anschlag aus.
Augenzeugen berichten, der Pilot habe die Maschine offenbar kontrolliert auf dem Wasser aufgesetzt. Auf dem eiskalten Fluss spielten sich dramatische Szenen ab. Überlebende stellten sich auf die Tragflächen und warteten auf Rettung, andere brachten sich mit Rettungsflößen in Sicherheit.
Zunächst schien es, als sei das Flugzeug abgestürzt. Allerdings ragte ein Teil des Rumpfs noch aus dem eiskalten Wasser, auch die Tragflächen waren zu sehen. Hubschrauber kreisten über der Unglücksstelle und warfen Rettungswesten ab. Auch die regelmäßig im Hafen verkehrenden Fähren kamen zu Hilfe. Ein FAA-Sprecher sagte dem US-Nachrichtensender CNN, Taucher hätten sich davon überzeugt, dass niemand in dem Flugzeugwrack zurückgeblieben war.
Der gerettete Passagier Jeff Kolodjay, der mit Freunden zu einem Golfturnier fliegen wollte, berichtete bei CNN: «Ungefähr drei Minuten nach dem Start sind die Maschinen ausgegangen. Und dann wussten wir, dass es nach unten geht.»
Nach dem Aufprall auf dem Fluss sei es in der Kabine des Jets zunächst etwas hektisch gewesen. «Ein Frau mit einem Baby an der Schulter hat versucht, über die Sitze zum Ausgang zu klettern», sagte Kolodjay. «Da haben wir einfach gerufen, Frauen und Kinder zuerst.» Anschließend habe sich der Andrang zu den Ausgängen normalisiert. «Ich glaube auch, dass alle Passagiere überlebt haben.»
Die Maschine mit der Flugnummer 1549 war auf dem Flughafen LaGuardia mit dem Ziel Charlotte in North Carolina gestartet. Die Absturzstelle befand sich in der Nähe der 48. Straße in Manhattan.
voc