Fröhliche Angestellte sind produktiver
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Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Artikel vom 15.01.2009Wie leistungsfähig ein Unternehmen ist, hängt nicht zuletzt davon ab, wie motiviert seine Mitarbeiter sind. News.de sprach mit Motivationstrainer Stefan Frädrich, warum deutsche Arbeitnehmer häufig gefrustet sind und was dagegen getan werden kann.
Wie leistungsfähig ein Unternehmen ist, hängt nicht zuletzt davon ab, wie motiviert seine Mitarbeiter sind. Wer keinen Spaß an seiner Arbeit hat, leistet maximal Dienst nach Vorschrift. Die Folge sind Unproduktivität, fehlende Loyalität gegenüber der eigenen Firma und eine steigende Zahl an Fehltagen. Einem Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern entstehen auf diese Weise jährliche Mehrkosten von 485.000 Euro. Und die Zahl der Arbeitsmuffel steigt, wie eine jährliche Studie des US-Beratungsunternehmens Gallup zeigt.
Dass immer mehr Arbeitnehmer unzufrieden in ihrem Job sind, ist aber kein neues Phänomen, sagt Motivationstrainer Stefan Frädrich. Die Ursachen sind vielfältig – und meist in der internen Struktur des jeweiligen Unternehmens zu finden. Ob sich jemand an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem der Grad an Eigenverantwortung, die Möglichkeit zur Weiterbildung, das Demokratieverständnis des Unternehmens und erhaltenes Feedback.
«2005 gab es schon mal eine Studie von Gallup, in der untersucht wurde, wie die Führungsebene gestaltet sein muss, damit Menschen Spaß an der Arbeit haben», erinnert sich Motivationstrainer Stefan Frädrich. Zwölf Punkte wurden ihm zufolge damals erarbeitet:
Weiß ich, welche Erwartungen an meine Arbeit gestellt werden? «Wir Menschen sind so ausgerichtet, dass wir einen Sinn in dem suchen, was wir tun», erklärt Frädrich. In vielen Unternehmen werde diese Frage aber nicht mehr gestellt. Alles was zählt, sind bestimmte Arbeitsabläufe, wer wann zu welcher Zeit wo zu sein hat und was zu tun ist. «Unsere Handlung muss aber einem Ziel unterstellt sein», sagt Frädrich.
Sind die nötigen Materialien vorhanden, damit ich meine Arbeit optimal ausführen kann? Wer beispielsweise im Rahmen seiner Arbeit im Internet nach Informationen suchen soll, aber keinen (gut) funktionierenden Internetanschluss besitzt, dem sind die Hände gebunden. Auch fehlende Kompetenzen oder Berechtigungen, Aufgaben aus dem eigenen Verantwortungsbereich überhaupt ausführen zu dürfen, können frustrierend sein.
Darf ich bei meiner Arbeit das tun, was ich am besten kann? «Menschen brauchen Erfolg. Der stellt sich aber nur ein, wenn man etwas macht, worin man gut ist, wenn man seine eigenen Stärken ausleben kann», sagt Frädrich. Oft werden Mitarbeiter in Abteilungen eingesetzt, in denen sie ihre Talente nicht entfalten können. Wer gern schriftstellerisch tätig wäre, in seinem Job aber vorrangig mit Zahlen zu tun hat, dem wird schnell der nötige Ansporn und somit auch die Motivation verloren gehen, seine Stärken optimal einzusetzen.
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