Gleich zwei Mal kam es am Wochenende zu tragischen Jagdunfällen. In Hessen und Baden-Württemberg starben zwei Männer. Jagdkollegen hatten sie mit Wildschweinen verwechselt und auf sie geschossen.
Die beiden Männer starben in verschiedenen Bundesländern gestern nahezu auf die selbe Weise. Im Schwarzwald hatte nach Polizeiangaben ein Jäger in seinem Zielfernrohr einen vermeintlichen Keiler gesehen und abgedrückt. Er traf jedoch kein Tier, sondern einen Förster, der mit einem grünen Poncho bekleidet war und an einen Baum gelehnt auf Wild wartete.
Der Jäger stand etwa 80 Meter entfernt, als er dem Opfer in den Rücken schoss. Der Mann war auf der Stelle tot. «Er hat gesehen, dass sich was bewegt und hat abgedrückt», sagte ein Polizeisprecher. Der 44 Jahre alte Förster gehörte ebenso wie der zwei Jahre ältere Schütze zu einer Jagdgesellschaft aus 50 Treibern und Jägern.
Der zweite Mann starb bei einer Treibjagd in Südhessen. In Einhausen an der Bergstraße wollte eine Gesellschaft von 37 Schützen und 12 Treibern den Wildschweinbestand dezimieren. Dabei wurde der 40-jährige Jäger durch einen Schuss schwer verletzt und starb noch am Unfallort. Die Polizei stellte alle Waffen sicher und leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein.
san