Arbeitslose haben gegenüber anderen Bewerbern in konjunkturellen Boomphasen weniger Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz als im Abschwung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
So werteten Arbeitgeber in wirtschaftlich guten Zeiten die Arbeitslosigkeit eines Bewerbers als Zeichen für eine geringe Leistungsfähigkeit, erläutert das ZEW. Im Konjunkturtief werde Arbeitslosigkeit demgegenüber eher auf die gesamtwirtschaftliche Situation zurückgeführt.
Die Studie belege zudem, dass Arbeitgeber bei ihrer Einstellungsentscheidung in der Regel die aktuelle wirtschaftliche Lage berücksichtigten. Im Wirtschaftsabschwung falle die Arbeitslosigkeit eines Bewerbers auch dann weniger stark ins Gewicht, wenn dieser in einer Boomphase seine Stelle verloren habe.
ham