Lehrer zusammengeschlagen
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Viele Schüler haben den Respekt vor ihren Lehrern verloren. Immer öfter werden die Pädagogen Opfer von Gewalt. Jüngste Fälle wurden in Berlin und Niedersachsen verzeichnet.
Die Berliner Polizei bestätigte gestern Abend Medienberichte von Morgenpost online und Berliner Zeitung, wonach vorgestern der stellvertretende Direktor der Gottfried-Kinkel-Oberschule in Spandau mit Fäusten traktiert und leicht verletzt worden ist. In einer Gesamtschule im niedersächsischen Pattensen schlugen gestern fünf Jugendliche mit einer Stahlrute auf einen Lehrer ein. Sie verletzten den 42-Jährigen leicht und wurden nach der Tat festgenommen, berichtete die Polizei.
Bei den mutmaßlichen Tätern in Berlin handelt es sich den Ermittlungen zufolge um zwei erwachsene Unbekannte, die von einem 14-jährigen Schüler herbeigerufen worden sein sollen. Der 58 Jahre alte Pädagoge wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Berliner Zeitung bestätigte die Schule den Übergriff, wollte jedoch keine Einzelheiten nennen.
Die Polizei teilte mit, dass der Lehrer wegen einer Beleidigung den 14-jährigen Schüler für drei Tage von der Schulpflicht befreit habe. Kurze Zeit danach sei der Jugendliche zusammen mit den Männern wiedergekommen. Die drei seien ins Büro des stellvertretenden Schulleiters gegangen und hätten ohne Vorwarnung auf ihn eingeschlagen. Daran soll der 14-Jährige nicht beteiligt gewesen sein. Erste Ermittlungen ergaben eine Spur zu einem 19-jährigen Verdächtigen.
In Pattensen wollten die fünf Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren drei andere Teenager abpassen, mit denen sie möglicherweise seit längerem im Streit lagen. Die Jugendlichen waren mit Tüchern maskiert und fielen so dem Lehrer auf, der in der Mittagszeit die Pausenaufsicht in der Schule führte. Der Mann stellte sich ihnen in den Weg. Sie schlugen daraufhin mit der Rute auf ihn ein.
ham