Stromkunden in ganz Deutschland können von sofort an einen digitalen Verbrauchszähler installieren lassen. Das Ziel: Mehr Transparenz und geringerer Verbrauch. Damit dürften die alten, schwarzen Zähler mit ihren Drehschreiben bald Geschichte sein.
Als erster bundesweiter Energielieferant macht Yello-Strom dieses Angebot. In Neubauten sind sie von 2010 an Pflicht. Das Ziel: Mehr Transparenz und geringerer Verbrauch. «Wir erhoffen uns davon mehr Kunden», sagte Yello-Geschäftsführer Peter Vest zur Markteinführung in Berlin. Die digitalen Zähler sollen die bisher üblichen schwarzen, analogen Zähler mit Drehscheibe ablösen.
Die neuartigen Stromzähler übertragen die Verbrauchsdaten permanent an den heimischen Computer. Dort lässt sich der momentane, tägliche oder monatliche Verbrauch jederzeit ablesen. Unnütze Stromfresser können so gefunden und günstige Tarife zu bestimmten Tageszeiten genutzt werden, zum Beispiel nachts. Per Mausklick kann der Kunde auch die Stromkosten eines einzelnen Geräts errechnen. «Ich kann erkennen, wenn ich unnötig Strom verbrauche», sagte der andere Yello-Geschäftsführer Martin Vesper. Das Netz denkt mit.
Pilotprojekte hätten gezeigt, dass sich der Verbrauch mit Hilfe des digitalen Zählers um fünf bis 30 Prozent verringern lasse. Als Beispiele für vermeidbaren Stromverbrauch nannte Vesper im Sommer weiterlaufende Wasserpumpen für die Heizung, nicht genutzte Kühltruhen im Keller und Glühbirnen statt Sparlampen.
Für den Zähleraustausch und die Einrichtung der Online-Funktionen berechnet Yello 79 Euro. Je nach Netzbetreiber und Tarif steige der monatliche Grundpreis um drei bis neun Euro. Dafür erhalte der Kunde für die Nachtstunden Rabatte von ein bis drei Cent pro Kilowattstunde. Die Kölner Yello Strom GmbH ist eine Tochter des Karlsruher Konzerns Energie Baden-Württemberg (EnBW) und hat rund 1,4 Millionen Kunden.
bla