Der Chef des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR), Johann-Dietrich Wörner, glaubt an Außerirdische: «Ich denke schon, dass es da draußen Aliens oder andere intelligente Lebensformen gibt, die Wahrscheinlichkeit spricht einfach dafür.»
«Aber so weit unsere physikalischen Gesetze stimmen, werden wir Aliens wohl nie kennenlernen», sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Dagegen schließt Wörners Kollege von der NASA, Michael Griffin, aus, dass es Außerirdische gibt.
Die Wissenschaftler wollen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter an der Mission zum Mars arbeiten. «Wir arbeiten seit drei Jahren sehr hart daran, die ISS-Partner auch für dieses Programm zu begeistern, und daran werden wir auch festhalten», sagte Griffin. Wörner meinte: «Irgendwann werden Astronauten auch zum Mars und wieder zurückfliegen können, das wird klappen.»
Noch sei nicht geklärt, wie Astronauten physisch und psychisch die monatelange Reise überstünden. «Nicht zu vergessen die Strahlungsfrage. Die Apollo-Astronauten hatten ja großes Glück, dass während der Mondmission kein heftiger Sonnenwind ausgebrochen ist, den sie womöglich nicht überlebt hätten», erklärte Wörner. «Für eine Mars-Mission kann man derartige Risiken nicht akzeptieren, man muss also strahlungssichere Fahrzeuge bauen.» Außerdem müsste die Energie für die Rückreise erst zum Mars transportiert werden.
Griffin sagte, für einen Ersatz des auslaufenden Space-Shuttle-Programms fehle schlicht das Geld. Für eine kurze Zeit würden deshalb nur die Russen die Astronauten zur ISS fliegen können. «Möglicherweise sind auch die Europäer bald in der Lage, Astronauten ins All zu schicken», sagte der NASA-Chef. Zu seinem Kollegen sagte er: «Jan, dann würden wir von euch ein paar Tickets kaufen.»
Wörner antwortete: «Gute Idee, technisch gesehen könnten wir den Job übernehmen. Wir haben das Columbus-Raumlabor an der ISS gebaut, auch der unbemannte Raumtransporter Automated Transfer Vehicle, ATV, fliegt bereits. Er ist in der Lage, vollautomatisch an die ISS anzudocken.» Der DLR-Chef meinte, es wäre sowieso vernünftig, unabhängig voneinander mit eigenen Systemen Menschen ins All bringen zu können. Das würde die Sicherheit erhöhen.
Griffin stimmte dem zu. «Mit nur einem System können wir die Internationale Raumstation langfristig nicht am Leben erhalten, in die viele Milliarden investiert worden sind», sagte er.
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Die Vorstellung, dass unser vergleichsweise winziger Planet Erde als einziger für organische Lebewesen geschaffen sei, behaupten nicht nur angesehene Wissenschafter. Sie stützt sich auf uns (in der westlichen Welt) lebenden Menschen seit bald zweitausend Jahren auf die christliche Lehre. Wenn man bedenkt, dass das Universum im wahrsten Sinne des Wortes unendlich ist, gehört unsere Annahme ins Reich des Aberglaubens. Ein Paradoxon erster Grösse: die "Unendlichkeit" des Alls und anderseits unser "Glaube", die Einzigen zu sein. Unvereinbarer Irrglaube, wir sind wenige unter vielen im All.
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