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Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Artikel vom 30.10.2008Der Bäcker ist fein raus: seine Reformationsbrötchen sind zurzeit ebenso der Renner wie das feilgebotene Halloween-Brot. Abseits der Backstube ist das Nebeneinander von kirchlichem Feiertag und dem Kult gewordenen Gruselfest nicht ganz so einfach.
Halloweenist benannt nach All Hallows Eve, dem Vorabend des Allerheiligentages. Die Tradition, schauerlich grinsende Kürbisköpfe aufzustellen, hat ihren Ursprung in einem Fest der Kelten. ist ein Riesengeschäft. Die Fachgruppe Karneval im Verband der deutschen Spielwarenindustrie wirbt seit 1994 intensiv für das Fest und behauptet nicht unbegründet, den Kult so nach Deutschland gebracht zu haben. Der Lohn ist reichlich: 2007 setzten die Geschäfte des Verbandes mit dem Verkauf von Kostümen, Perücken und Hüten 20 Millionen Euro um.
Auch andere Branchen profitieren vom Halloween-Trend: neben der Süßwaren- und Veranstaltungsindustrie vor allem die Landwirtschaft. «4600 Tonnen Kürbisse verkauften deutsche Bauern zwischen September und Oktober 2007 an Privathaushalte – fast ein Drittel von dem, was im ganzen Jahr weggeht», sagt Dieter Tschorn, Pressesprecher der Fachgruppe Karneval.
Halloween ist im Gegensatz zum Karneval nicht auf bestimmte Regionen beschränkt. Überall feiern Fans ihre Kostümparties. Hier unterscheidet sich das amerikanische vom deutschen Halloween: In den USA sind verkleidete Kinder, die von Haus zu Haus ziehen und um Süßigkeiten betteln, der Hauptbestandteil des Festes.
«Das setzt sich hierzulande erst jetzt langsam durch», sagt Dieter Tschorn. Auch im Leipziger Kostümgeschäft von Ingeborg Günther sind es meistens Erwachsene, die sich für eine Party mit Spinnen- oder Teufelskostümen eindecken. «In diesem Jahr läuft das Geschäft um den 31. Oktober zum ersten Mal besser als zur Faschingszeit», hat Ingeborg Günther festgestellt.
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