Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
In der Welt der Studenten bricht langsam die Nervosität aus. Das neue Semester steht bevor, viele haben jedoch noch kein Dach über dem Kopf. Studentenwerke und Studentenvertretungen bieten ihre Hilfe an.
Schwer ist die Wohnungssuche besonders für jene, die ihre Zulassungsbescheide von den Universitäten erst in den vergangenen Tagen bekommen haben. Die wälzen nun stirnrunzelnd die Kleinanzeigen der Tageszeitungen und suchen mit enormer Unruhe die schwarzen Bretter der Hochschulen nach einer Unterkunft ab – selten erfolgreich.
Selbst die Studentenwerke können zurzeit kaum Wohnheimzimmer anbieten. Beim Studentenwerk Stuttgart hören Unterkunft suchende Studenten derzeit stets den gleichen Satz: «Im Moment ist alles ausgebucht», heißt dort die simple Antwort von Bettina Schiess. Die Mitarbeiterin des Studentenwerks sagt aber auch: In vier bis fünf Wochen, wenn die ersten Wohnbewerber abgesprungen seien, werde sich die Lage entspannen.
In München ist die Lage kaum besser. Schon vor Jahren entstanden in München-Freimann Studentenzimmer aus Blechwänden. Ein Bett, Küche, WC und Platz zum Arbeiten bieten die Mini-Wohnungen im Wohnwürfel allemal. Doch für Neumieter ist inzwischen auch hier kein Platz mehr.
Ohnehin ist bezahlbarer Wohnraum in der bayrischen Metropole Mangelware. «Die Lage ist äußerst unzufriedenstellend», betont Maximilian Höb von der Studentischen Vertretung (Asta) der Technischen Universität. Die Wartezeiten für einen Wohnheimplatz liegen zwischen drei und fünf Semestern. Eine kleine Chance haben zumindest aber Erstsemester. Für die veranstaltet das Studentenwerk eine Wohnraumverlosung. Der Bedarf lasse sich, so Höb, damit aber nicht decken.