Von Sarah Brock, dpa
Für französische Supermärkte ist der Fastenmonat Ramadan zu einem kommerziellen Fest geworden. Neugierig macht das nicht nur Muslime.
Der erste Spekulatius taucht Ende September im deutschen Supermarkt auf; in Frankreich ist jetzt Zeit für Feigen, Pistazien, Rosenwasser und andere orientalische Köstlichkeiten. Unter dem mit Kamelen verzierten pinken Plakat mit der Aufschrift «Ramadan» wählen Idir und Tassadit Oukil aus einem Haufen verschiedener Dattelkartons die beste Marke aus. Nicht zu trocken dürfen die Früchte sein und nicht glänzen. Im Ramadan, der am Montag zu Ende geht, wird beim abendlichen Fastenbrechen im Kreis der Familie Süßes aufgetischt. Traditionelle, islamische Kost finden die Gläubigen in der mit Teppichen geschmückten Regalreihe im riesigen Supermarkt der Handelskette Carrefour in Gennevilliers vor den Toren von Paris.
Für die französischen Supermärkte ist der Fastenmonat Ramadan zum kommerziellen Fest geworden wie Weihnachten oder der Valentinstag. Fast 90 Prozent der vier bis sechs Millionen Muslime in Frankreich halten laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA den Ramadan ein.
Tassadit Oukil gibt sich dann in der Küche besonders viel Mühe. «Wie zu Hause in Algerien» soll das Festessen nach Sonnenuntergang schmecken. Am Wochenende backt sie stundenlang süße Teilchen aus feinblättrigem Teig, den sie mit Nüssen, Mandeln, Pistazien und Honig füllt. 2000 Pakete dieses Teigs verkauft der riesige Supermarkt an normalen Tagen. 20 000 seien es während des Fastenmonats, sagt Verkäufer Pascal. Während des Ramadans verdreifacht sich in einigen Supermärkten der Umsatz mit «Halal»-Artikeln, nach islamischem Recht reinen Lebensmitteln. Schweinefleisch zum Beispiel gilt Muslimen als unrein, also nicht halal, Alkohol ebenso. Sind Alkoholspuren in Ketchup oder Kirschkuchen, sind diese Produkte nicht halal.
Erstmals steht neben Henna und «Halal»-Haribo auch «Cham'alal», ein Champagner ohne Alkohol. 5,90 Euro kostet das prickelnde Getränk für die Festtage am Ende des Ramadans. Sein Erfinder Rachid Gacem ließ es von einem islamischen Institut auf Reinheit testen. Seine Glaubensbrüder im Champagnerland Frankreich testen das Getränk, bevor im kommenden Jahr auch nordafrikanische Gläubige damit anstoßen sollen. Neugierig bleiben auch Nicht-Muslime am «Halal»-Regal neben dem Biogemüse stehen. «Ich freue mich, wenn ich Tajine-Gerichte oder Suppen finde, die so schmecken wie in den Ferien in Marokko», sagt Christophe Billioud.
Ihre «Halal»-Abteilung, in der sich das ganze Jahr über Brühwürfel für Schafsbouillon und Kichererbsen stapeln, ergänzen viele Supermärkte während des Fastenmonats mit Extra-Tischen. Bei Carrefour halten «Les mille et un saveurs de l'orient» (1001 Köstlichkeiten aus dem Orient) in 70 Prozent der Märkte Einzug. «Wir wollen so den Ansprüchen unserer Kunden jeglicher Herkunft und Religion gerecht werden», sagt Konzernsprecherin Elodie Perez.
Die süßen Trockenfrüchte haben Idir und Tassadit Oukil allerdings auf dem Stapel unter dem «Ramadan»-Plakat zurückgelassen. Für das Kilo Datteln zahlen sie beim arabischen Lebensmittelhändler nebenan nur halb so viel wie im Supermarkt.
wir haben ein tierschutzgesetz-das nicht angewendet wird,wir haben gutmenschen und politiker die vor allem kuschen oder ihre verquere weltsicht durchsetzen wollen,ohne die folgen zu bedenken.........was soll aus deutschland noch werden??????????tiefer können wir nicht mehr sinken............
jetzt antwortenKommentar meldenNur weil dich 5 deppen beleidigen sind aufeinmal alle türken scheiße und jeder moslem ein terrorist?! was haben diese türken mit dem schächten der tiere zu tun?? DAMALS WAREN ES DIE JUDEN MIT DER HAKENNASE DANN DIE NIGGA UND JETZT DIE MOSLIME???? schade das man aus kriegen nichts lernt! sowas intollerantes hab ich selten gehört!
jetzt antwortenKommentar meldenKrebsgeschwür werden also kritische Deutsche genannt. Ich habe mittlerweilen eine andere Bezeichnung dafür. Völlig grundlos haben mich 5 junge Türken zu tiefst beleidigt und gefährdet. Ich bin älter Mann und schwerst gehbehindert. "Also ehemaligen Nazi sollte man mich vergasen, Krüppel haben in diesem Land nichts verloren", schrieen mir diese Faulenzer nach. Ich bin 1949 geboren. Mein Glück waren 3 kräftige Bauarbeiter, die mir zu Hilfe kamen. Ohne sie hätten die mich auch zusammengeschlagen. Ein Krebsgeschwür könnte man aber auch bekommen, wenn man sich mal angesehen hat, wie das Schächten von Rindern und Schafen von statten geht. Für solche Tierquälereien kann und darf es keine Religionsfreiheit in Deutschland geben. Sie können mich auch nicht davon überzeugen, daß Deutschland von ihnen profitiert hat. Schauen Sie doch mal im Internet nach. Zum guten Schluß haben wir große Angst vor dem Islamismus. Es ist keinem Moslem anzusehen, was er bei uns vor hat. Ich kann ihnen versichern, daß ich immer tolerant gegenüber allen Ausländern war. Jetzt allerdings nicht mehr. Persönliche Bedrohung und das Kennenlernen des furchtbaren Schächtens der Tiere, haben meine Meinung radikal geändert. Auch kann ich Ihnen versichern, daß immer mehr Deutsche aller Bevölkerungsgruppen so denken.
jetzt antwortenKommentar melden